Windows 10 und 11 erlauben die schnelle Suche nach Dateien, indem das Betriebssystem auf einen zuvor bereits erstellten Suchindex zurückgreift. Darin werden unter anderem die Inhalte von Textdateien, Mails und mehr inklusive Speicherort der Originalinhalte erfasst. So muss Windows nicht bei jeder Suchanfrage die Festplatte erneut durchsuchen, sondern braucht nur im Suchindex nachzusehen, ob und wo ein Treffer mit dem Suchbegriff vorliegt. Anschließend kann die Suche sofort die richtige Textdatei oder E-Mail öffnen.
Allerdings muss dieser Index bei einem neuen Rechner, der Neuinstallation von Windows oder nach dem Zurücksetzen erst aufgebaut werden, damit man über die Suche die richtigen Ergebnisse findet. Da das sowohl zeit- als auch ressourcenintensiv ist, empfiehlt es sich, diesen Neuaufbau nicht gerade dann vornehmen zu lassen, wenn Sie am PC arbeiten. Lassen Sie den Rechner deshalb zum Indexaufbau einfach einige Stunden laufen, deaktivieren Sie für diese Zeit gegebenenfalls zuvor eingestellte Energiesparoptionen.

Zum Einstellen der Wartezeit beim Booten von mehreren Windows-Installationen können Sie die Systemkonfiguration „msconfig“ verwenden.
IDG
Für den Akkubetrieb des Notebooks sind weitere Indizierungseinstellungen sinnvoll, da sie den Stromverbrauch reduzieren. Die Option bewirkt, dass die auch nach dem Erstaufbau des Index ständig im Hintergrund laufende Indizierung im Energiesparmodus oder Batteriebetrieb langsamer läuft. Hierzu schalten Sie in Windows 10 die „Indexerstellungsleistung“ in der Einstellungen- App unter „Suche –› Windows durchsuchen“ ein. In Windows 11 heißt die Funktion „Leistungseinstellungen beim Indizieren einhalten“, zu finden in der Einstellungen-App unter „Datenschutz & Sicherheit –› Windows durchsuchen“. Unsere Empfehlung: Bei Notebooks auf „Ein“ stellen, bei Desktop-PCs auf „Aus“. Mit „Aus“ arbeitet Windows immer mit voller Geschwindigkeit. Die weitere Einstellung „Eigene Dateien suchen“ definiert die Ordner, welche in die Indizierung einbezogen werden. Der Link „Suchorte anpassen“ führt Sie zu den „Indizierungsoptionen“ in der Systemsteuerung.
Während die „Indizierungsoptionen“ eine Positiv-Liste für die Ordner anlegen, die indiziert werden sollen, definieren „Ausgeschlossene Ordner“ (Windows 10) beziehungsweise „Ordner von erweiterter Suche ausschließen“ (Windows 11) eine Negativ-Liste. Das heißt also Verzeichnisse wie zum Beispiel Systemordner und Ähnliches, die von der Windows-Suche gerade nicht berücksichtigt werden sollen.
Tipp: So finden Sie am PC blitzschnell jede Datei
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