Die negativen Rückmeldungen zu Windows Recall scheinen Microsoft nicht genug zu sein. Denn nun ist eine weitere KI-Funkion in einer Testversion aufgetaucht, die einen ähnlichen Zweck hat.
Tester haben im Canary-Build 27695 von Windows 11 Hinweise auf ein Tool namens “Intelligent Media Search” entdeckt, das sämtliche Dateien auf dem System, egal ob Text, Bild, Audio oder Video, scannen und auf Wunsch abrufen kann. Ob es sich dabei um eine eigenständig handelnde Software oder eine Erweiterung zu Recall handelt, ist aktuell noch nicht klar.
Fakt ist aber: Der Community Windows-Community dürfte dies nicht gefallen. Denn auch wenn die Funktion eine Erleichterung im Alltag und bei der Arbeit bringen soll, gibt es Bedenken über mögliche Folgen in Bezug auf Sicherheit, Leistung und Privatsphäre.
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Gefährliche Lücke?
Wie auch bei Recall ist die neue Funktion dafür gedacht, gesuchte Inhalte schnell und einfach auf dem eigenen System wiederzufinden. Denkbar wäre etwa die Möglichkeit, nach einem bestimmten Urlaubsfoto oder einem wichtigen Dokument zu suchen.
Bei Recall funktioniert das über Screenshots, die das Tool ständig anfertigt, um alles aufzuzeichnen, was der Nutzer macht. Wie das Ganze bei der Intelligent Media Search funktionieren wird, ist noch offen. Die KI-basierte Suchfunktion ist noch nicht offiziell angekündigt.
Auch hier kommen aber bereits erste Bedenken bezüglich Datenschutz und Sicherheit auf. Zwar werden Informationen ausschließlich auf dem eigenen Gerät gespeichert, und das verschlüsselt. Doch wenn jemand anders Zugriff darauf bekommt, entweder direkt am PC mittels Passwort oder über einen Remote-Hack, wäre das fatal.
Dadurch könnten sensible Informationen schnell auffindbar für Angreifer werden. Besonders in der EU, wo es eigene Regelungen für die Nutzung solcher Funktionen gibt, ist das alles andere als problemfrei. Microsoft musste den Start von Recall sogar zwischenzeitlich verschieben.
Auch die technischen Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Woher nimmt das System etwa den Speicherplatz für die mit Recall erstellten Screenshots? Wie leistungsintensiv wird das ständige Scannen von Inhalten auf dem eigenen Rechner?
Zwar sollen die Copilot+ PCs in der Lage sein, sämtliche KI-Funktionen einfach zu stemmen. Doch nicht jeder Anwender holt sich so einen Laptop. Zumal KI für die meisten normalen Nutzer aktuell noch keine große Rolle spielt, so gern Unternehmen sie auch als bahnbrechendes Feature verkaufen.
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Deinstallation nicht möglich
Vor Kurzem keimte Hoffnung auf, als Tester eines anderen Windows-Builds eine vermeintliche Option zur Deinstallation von Recall entdeckten. Doch Microsoft stellte schnell klar, dass dies ein Fehler sei, der bald wieder entfernt wird.
Nutzern bleibt also nichts anderes übrig, als Recall händisch abzuschalten. Das funktioniert immerhin, ist aber keine dauerhafte Entfernung vom System. Auch bei der neuen KI-Funktion erwarten wir ein ähnliches Vorgehen.
Windows Recall abschalten: So zeichnet Windows nicht mehr alles auf
Die ständige Überwachung durch den eigenen PC ist definitiv nicht für jeden etwas. Daher ist fraglich, wie lange Microsoft noch an dieser Strategie festhalten kann, bevor Nutzer abspringen und sich nach anderweitigen Lösungen umsehen.
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