Die US-Regierung möchte einen Gesetzesentwurf vorstellen, der den Schwarzhandel von verschiedenen Hardwarekomponenten wie Grafikkarten und CPUs eindämmen soll. Dazu sollen Standorte von CPUs, GPUs und leistungsstarken KI-Chips in Zukunft verfolgt werden können, wie Reuters und Neowin berichten.
Die USA sind demnach Berichten nachgegangen, wonach Nvidia-GPUs illegal in China gelandet sind, um von chinesischen LLMs wie DeepSeek benutzt zu werden. Der Schmuggel von CPUs und GPUs ist nicht neu. So kam es schon öfter vor, dass Komponenten über den Ozean in Länder wie China und andere ostasiatische Länder geschmuggelt wurden.
Der Gesetzesentwurf würde US-Behörden dazu verpflichten, Regelungen zur Standortverifizierung zu entwickeln. Damit künftig verhindert werden kann, dass Computer-Chips und Prozessoren in andere Länder gelangen und dort dann ohne ordnungsgemäße Exportlizenzen in Betrieb genommen werden können — man kann hier also an eine Art Kill-Switch-Funktion denken.
Google als Vorbild
Die Regierung unter Joe Biden wie auch die aktuelle Trump-Regierung hatten die Exportkontrollen für Technologien, wie etwa GPUs von Nvidia, schrittweise verschärft. Dennoch wurden auf dem chinesischen Markt rund 17 Milliarden US-Dollar, was 13 Prozent des Gesamtumsatzes von Nvidia entspricht, umgesetzt.
Reuters berichtet, dass Nvdia behauptet, dass es die Chips nach dem Verkauf nicht weiter verfolgen könne. Dem widerspricht die US-Regierung. Laut Abgeordneten und Experten sei die Technologie zur Nachverfolgung der Computer-Chips ohne weiteres verfügbar. Notwendige Funktionen seien sogar schon in Nvdia-Chips integriert. Wettbewerber wie Google nutzen diese Technologie zur Standortverfolgung bereits für hauseigene KI-Chips in den Google-Rechenzentren als Sicherheitsmaßnahme.
Das sieht das Gesetz vor
- Innerhalb von 6 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes soll ein Mechanismus zur Überprüfung und des Verbleibs von hoch entwickelten und Export-kontrollierten Chips oder Produkten, die diese beinhalten, verpflichtend werden.
- Wenn ihre Produkte von ihrem vorgesehenen Verbleib abgezweigt wurden oder Gegenstand von Manipulationsversuchen wurden, muss dies gemeldet werden.
- In Abstimmung mit dem Verteidigungsministerium sollen im nächsten Jahr potenzielle Sicherheitsmechanismen für Computer-Chips untersucht werden. In den nächsten Jahren sollen diese nach weiterer Abstimmung und Bewertung festgesetzt und dann implementiert werden. Dadurch sollen auch die Exportkontrollen flexibel werden, um Lieferungen in andere Länder zu vereinfachen.
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