Das Bios oder Uefi ist die unscheinbare Software, die beim Start des Rechners zuerst geladen wird. Sie regelt die grundlegende Kommunikation zwischen Prozessor, Speicher, Grafikkarte und allen anderen Komponenten. Ein Update dieses Systems klingt für viele Anwender nach unnötigem Risiko, schließlich läuft der PC auch ohne diese Aktualisierung. Doch es gibt gute Gründe, das Bios aktuell zu halten.
Einer der wichtigsten Punkte ist die Kompatibilität neuer Hardware. Wer zum Beispiel auf eine aktuelle CPU-Generation umsteigt, stößt ohne Bios-Update schnell auf Probleme. Zahlreiche Mainboards erkennen neue Prozessoren erst nach einer Aktualisierung korrekt und stellen dann auch die passende Energieverwaltung bereit. Das Gleiche gilt für Arbeitsspeicher-Module oder moderne SSDs, die ohne Update nicht zuverlässig arbeiten.

Ein Bios-Update kann neue Hardware kompatibel machen, Fehler beheben und Sicherheitslücken schließen. Der Vorgang birgt aber auch Risiken. Bei einem System ohne Auffälligkeiten sollten Sie deshalb darauf verzichten.
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Hinzu kommt die Fehlerbehebung. Hersteller liefern über Bios-Updates regelmäßig Fixes für Stabilitätsprobleme, fehlerhafte Spannungswerte oder zu aggressive Lüftersteuerungen. Gerade wenn ein System unerklärlich instabil läuft, kann ein Blick auf die verfügbare Bios-Version gute Dienste dabei leisten, das Problem zu lösen.
Ein weiterer Aspekt sind Sicherheitslücken. Auch auf dieser sehr niedrigen Systemebene können Schwachstellen existieren, die Angreifer ausnutzen. Hersteller von Mainboards spielen aus diesem Grund gelegentlich Updates ein, die bekannte Lücken schließen und die Plattform absichern. Doch nicht jedes Update ist automatisch Pflicht. Wer ein stabiles System hat, das mit der vorhandenen Hardware problemlos arbeitet, der muss nicht auf Teufel komm raus aktualisieren. Ein Bios-Flash birgt immer ein gewisses Risiko: Wird der Vorgang durch Stromausfall oder falsche Dateien unterbrochen, startet der PC unter Umständen nicht mehr. Manche Hauptplatinen haben zwar eine Recovery- Funktion, verlassen sollten Sie sich darauf aber nicht.

Viele Mainboards bieten integrierte Tools (hier: Asus EZ Flash) an, um ein Bios-Update direkt im Uefi-Menü durchzuführen. Das ist eine bequeme Methode, um den Aktualisierungsvorgang schnell zu erledigen.
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Die Faustregel lautet daher: Ein Bios-Update ist sinnvoll, wenn neue Hardware eingebaut wurde, wenn Stabilitätsprobleme auftreten oder wenn ein Hersteller ein wichtiges Sicherheits- Update empfiehlt. Wer hingegen mit der bestehenden Konfiguration zufrieden ist und keine Einschränkungen bemerkt, der kann guten Gewissens bei der aktuellen Version bleiben.
Wer jedoch ein Update durchführt, sollte unbedingt die Hinweise des Mainboard-Herstellers befolgen sowie die richtige Version laden und während des Vorganges eine stabile Stromversorgung sicherstellen. Dann überwiegen die Vorteile klar das Risiko.
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