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Bezahlter Laptop-Vergleich lässt Microsoft verzweifelt aussehen

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Microsoft hat die Marktanalysefirma Signal65 beauftragt, das 700-Euro-Macbook mit einer Handvoll Windows-Laptops zu vergleichen. Das Ergebnis: Windows-Laptops sind besser – aber nur, wenn man nicht ganz genau hinschaut und nicht weiter nachfragt.

Eine merkwürdige Auswahl

Bereits die Auswahl der Windows-Laptops in diesem Bericht macht stutzig: Nur zwei Modelle bewegen sich preislich im Bereich des Macbook Neo (600 Dollar): Das HP Omnibook 5 kostet genauso viel, das Lenovo Ideapad Slim 3x mit 449 Dollar sogar 150 Dollar weniger. Der dritte Laptop, das HP Omnibook X Flip, kratzt mit 949 Dollar bereits am vierstelligen Bereich, das Lenovo Yoga 7i knackt ihn mit 1.099 Dollar – beide also deutlich teurer als das Macbook Neo.

Die genannten Preise gelten auch nur, wenn man die Fußnoten nicht beachtet: Dort heißt es nämlich, die Preise beziehen sich auf eine (zeitlich begrenzte) Promo-Aktion. Regulär sind alle Modelle nämlich teurer. Und um das Ganze richtig schmackhaft zu machen, bezieht der Bericht noch einen Xbox-Controller und 12 Gratis-Monate vom Xbox Game Pass Ultimate sowie von Microsoft 365 ein, insgesamt mit einem Wert von „über 500 Dollar“.

Nur schlecht miteinander vergleichbar

Auch sonst bleibt der Bericht sehr oberflächlich: Fakt ist, dass alle vier Geräte mehr Arbeitsspeicher, mehr Anschlüsse, größere SSDs und größere Bildschirme haben als das Apple-Gerät. Dass macOS aber deutlich effizienter mit dem verfügbaren RAM umgeht als Windows und dass Bildschirme in dieser Preisklasse in der Regel sehr schlecht abschneiden – darüber verliert Signal65 in seinem Bericht kein Wort. Der Bildschirm des Macbook Neo hingegen ist nur marginal schlechter als der eines Macbook Air und hat mit 2.405 x 1.506 Pixeln eine merklich höhere Auflösung als die vier Windows-Laptops – alle mit 1.900 x 1.200.

Abgesehen vom Bildschirm lässt der Bericht von Signal65 die größten Stärken des Macbook Neo außer Acht: Eine überragende Verarbeitung, ein geringes Gewicht und kompakte Abmessungen. Bei den Windows-Vergleichsmodellen hingegen kommt sehr viel Plastik zum Einsatz, selbst das leichteste Modell wiegt 30 Prozent mehr als das Macbook und alle sind mindestens 15 Zoll groß – kein angemessener Vergleich zum Macbook Neo.

Bezahlte Werbung getarnt als Bericht

Am Ende des Berichts bleibt ein gewisses Geschmäckle: Selbst für eine bezahlte Partnerschaft wirkt der Bericht von Signal65 sehr werblich und auffällig einseitig. Ein paar Zugeständnisse hier und da, dass das Macbook Neo zumindest in einigen Punkten die Nase vorn hat, hätten dem Bericht sicherlich nicht geschadet. So bleibt am Ende die Frage, ob Microsoft sich damit nicht ein Eigentor schießt, wenn es so verzweifelt versucht, seine Plattformen besser dastehen zu lassen als die von Apple.

Vielleicht hätte Microsoft lieber mit den wahren Stärken von Windows antreten sollen: extrem viel Auswahl und Freiheit bei Hard- und Software. Apple hat beispielsweise keine 2-in-1-Geräte im Sortiment, kein einziges Macbook hat einen Touchscreen und die Apple-Spielebibliothek, ob im Microsoft Store oder auf Third-Party-Plattformen wie Steam oder Epic Games, lässt, gelinde gesagt, zu wünschen übrig.

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