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Darum zahlen weniger Menschen Rundfunkbeitrag – und darum gibt es bald wieder mehr Beitragszahler

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Der “ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice” hat heute seinen Jahresbericht 2025 vorgestellt. Demnach gingen alle wichtigen Kennzahlen zurück: Einnahmen, Beitragszahler, angemeldete Wohnungen, die Zahl der säumigen Beitragskonten und die Zwangsvollstreckungen. Achtung: Der Rundfunkbeitrag kostet Sie 2026 mehr, wenn Sie diese wichtige Änderung übersehen.

Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ-Gebühr; Sie können den Rundfunkbeitrag unter Umständen von der Steuer absetzen) lagen demzufolge im Jahr 2025 bei 8,72 Milliarden Euro. Das sind rund 20 Millionen Euro weniger als 2024 (8,74 Milliarden Euro): ein Minus von 0,22 Prozent. Davon kassierten ARD, ZDF (ARD und ZDF Mediathek: Filme sofort herunterladen – so geht’s) und Deutschlandradio 8,55 Milliarden Euro. 164,5 Millionen Euro gingen an die Landesmedienanstalten.

Zum längerfristigen Vergleich exemplarisch die Zahlen von 2021: Da waren es rund 8,42 Milliarden Euro, von denen 8,26 Milliarden Euro an ARD, ZDF und Deutschlandradio, sowie 159 Millionen Euro an die Landesmedienanstalten flossen,

Zahl der Beitragskonten und der angemeldeten Wohnungen

Die Zahl der Beitragskonten sowie die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen gingen ebenfalls leicht zurück. Ende 2025 waren laut Beitragsservice 46.922.005 Beitragskonten registriert. Das ist ein Rückgang um 0,15 Prozent gegenüber 2024 mit damals 46.992.947 Beitragskonten.

Die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen sank wiederum um 0,18 Prozent auf 40.445.105 Wohnungen. Im Jahr 2024 waren es noch 40.516.173. Sie können sich übrigens unter bestimmten Voraussetzungen vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.

Längerfristiger Vergleich: Im Jahr 2021 waren 39,71 Millionen Wohnungen und 2020 39,66 Millionen gemeldet.

Als Begründung für die rückläufigen Zahlen bei den Wohnungen schreibt der Beitragsservice Folgendes:

Die rückläufige Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen beim Beitragseinzug war so erwartet worden und ist typisch für die letzte Phase des alle vier Jahre stattfindenden bundesweiten Meldedatenabgleichs, bei dem die Beitragsdaten mit den Melderegistern der Kommunen abgeglichen werden. Mit nennenswerten Veränderungen ist erst im Nachgang zum nächsten bundesweiten Meldedatenabgleich zu rechnen, den wir aktuell vorbereiten und ab Dezember 2026 durchführen werden.

Mit anderen Worten: Ab 2027 dürften die Zahlen wieder steigen. Denn alle vier Jahre gleicht der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio seine Bestandsdaten mit den Daten der Einwohnermeldeämter zu allen volljährigen Bürgern ab. Die Einwohnermeldeämter übermitteln dem Beitragsservice hierzu Angaben zu Name, Adresse, Doktorgrad, Familienstand und Geburtsdatum sowie den Tag des Einzugs in die Wohnung. Findet der Beitragsservice, wie die Nachfolgeeinrichtung der berühmt-berüchtigten GEZ heißt, für eine Wohnung keinen registrierten Beitragszahler, dann schreibt der Beitragsservice die für die Wohnung gemeldete volljährige Person an. Das erfolgt per Brief. Die Empfängerin oder der Empfänger werden in dem Brief dazu aufgefordert, die benötigten Angaben zur eigenen Wohnung mitzuteilen.

Mehr zu diesem Datenabgleich mit den Einwohnermeldeämtern lesen Sie in Rundfunkbeitrag: Wem jetzt eine automatische Anmeldung droht.

Mahnverfahren und Vollstreckungen

Neben der Tatsache, dass man sich dem Rundfunkbeitrag in der Regel nicht entziehen kann und diesen zwangsweise zahlen muss, tragen vor allem Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen zum oft wenig schmeichelhaften Image des Beitragsservice bei. Sogar eine Gefängnisstrafe ist möglich. Auch hier sind die Zahlen rückläufig.

Denn die Zahl der Beitragskonten, die sich zum 31. Dezember 2025 im Mahnverfahren befanden, sank auf rund 3,65 Millionen. Im Jahr 2024 waren es noch 3,73 Millionen gewesen. Die Zahl der Mahnmaßnahmen verringerte sich um knapp ein Fünftel und lag zum Jahresende bei 18,31 Millionen (2024 waren es noch 22,73 Millionen), die Zahl der ausgebrachten Vollstreckungsersuchen fiel von 1,59 Millionen im Jahr 2024 auf 1,39 Millionen.

Den Rückgang erklärt der Beitragsservice vor allem mit dem Abschluss der Verfahren des letzten bundesweiten Meldedatenabgleichs. In den Folgejahren eines Abgleichs, in denen die Beitragspflicht für zahlreiche neue Wohnungen geklärt werden muss, steigt üblicherweise auch die Zahl der Mahnverfahren vorübergehend an, wie der Beitragsservice erläutert. Nach Beendigung dieser Klärungsverfahren gehen auch die Fallzahlen im Mahnwesen wieder auf ihr übliches Niveau zurück.

Verwaltungskosten des Beitragsservice

Die Kosten für den Beitragseinzug beliefen sich 2025 auf 191,4 Millionen Euro. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2024 mit damals 190,7 Millionen Euro. Der durchschnittliche finanzielle Aufwand pro Beitragskonto konnte mit 4,08 Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (2024: 4,06 Euro). Angesichts einer Inflationsrate von 2,2 Prozent im Jahr 2025 sind das wohl vertretbare Werte.

Der Beitragsservice nennt als Hauptgründe für den Kostenanstieg höhere Personalaufwendungen aufgrund von Tarifsteigerungen sowie gestiegene Sozialversicherungsbeiträge. Senken konnte der Beitragsservice demgegenüber seine Ausgaben für Fremdleistungen in den Bereichen der externen schriftlichen und telefonischen Sachbearbeitung sowie für den Druck und Versand von Briefen.

2021 betrugen die Kosten des Beitragsservice noch 172,75 Millionen Euro und der durchschnittliche Aufwand je Beitragskonto lag bei rund 3,78 Euro.

Tipp zur Befreiung vom Rundfunkbeitrag für Nebenwohnungen

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