Der Edge-Browser in Microsoft enthält einen Scareware-Blocker, der jedoch eventuell zunächst aktiviert werden muss. Unter Scareware (to scare = erschrecken) versteht man Webseiten, die versuchen, dem Besucher einen Schreck einzujagen und ihn in seiner Panik zu bestimmten Handlungen zu bewegen.
Typisch sind etwa sich plötzlich im Vollformat öffnende Seiten, die falsche Virenwarnungen ausgeben oder auf gefährliche Sicherheitslücken hinweisen, die es tatsächlich nicht gibt. Oft ertönen dabei laute Alarmsignale oder es erscheinen simulierte Systemmeldungen.
Das Ziel der Betrüger hinter der Scareware ist, dass der Benutzer eine Schutzsoftware herunterlädt (bei der es sich tatsächlich jedoch um einen Virus handelt) oder einem angeblichen Experten einen Remote-Zugang zu seinem Computer öffnet. Der Scareware-Blocker von Edge arbeitet mit KI, um solche Fake-Seiten zu identifizieren und Sie vor dem Besuch zu warnen.

Der Scareware-Blocker in Microsoft Edge ist auf den meisten Computern bereits in der Voreinstellung aktiv und warnt vor dem Besuch von Websites, die den Besucher mit Alarmmeldungen zu unüberlegten Handlungen verleiten sollen.
Foundry
Diese Analyse erfolgt rein lokal, es werden keine Screenshots oder andere Bilder des eigenen Computers an Microsoft übermittelt. Was allerdings übermittelt wird, sind die Adressen dieser Seiten. Sie gehen an den Microsoft Defender Smartscreen, eine Datenbank, die Nutzer bereits bei der Eingabe der Adresse einer gefährlichen Webseite auf die Risiken hinweist.
Auf den meisten Windows-PCs ist der Scareware-Blocker in der Voreinstellung aktiviert. Sie finden ihn in Edge nach einem Klick auf das Zahnradsymbol rechts unten unter „Datenschutz, Suche und Dienste –› Sicherheit“. Mit dem Schalter bei „Scareware-Blocker“ aktivieren und deaktivieren Sie die KI-Analyse der Funktion.
Mit „Websites blockieren, die als Betrug erkannt wurden“ steuern Sie, ob bereits bekannte betrügerische Websites blockiert werden sollen. Und mit „Erkannte Betrugswebsites mit Microsoft Defender Smartscreen teilen“ erlauben Sie das Übermitteln der Adresse einer Scareware-Seite an Microsoft.
Die Funktion ist aktiv auf allen Computern, die über mehr als 2 GB Arbeitsspeicher und eine CPU mit mindestens fünf Kernen verfügen. Bei allen anderen PCs muss der Scareware-Blocker zuerst eingeschaltet werden. Bei PCs mit weniger als 1 GB RAM und nur einem CPU-Kern ist er nicht verfügbar.
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