
Commerzbank AG
KI-Pilotprojekte gibt es in deutschen Unternehmen viele. Doch wenn es zum Schwur kommt, trennt sich die Spreu vom Weizen: Sehr viele scheitern, wenn der Rollout an die breite Masse der Belegschaft ansteht.
Ein Unternehmen, das jetzt den Schritt angeht, KI direkt und in der Breite in den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter zu integrieren ist die Commerzbank. Im Gegensatz zum Autobauer Mercedes-Benz, der dabei auf eine Partnerschaft mit dem Berliner Unicorn n8n setzt, verlässt man sich bei der Bank auf die US-amerikanischen Hyperscaler Microsoft und Google.
Copilot und Gemini als KI-Assis
So weitet das Geldhaus seine Partnerschaften mit den beiden Konzernen aus, um KI-Assistenten Microsoft 365 Copilot sowie Gemini Enterprise einzuführen. Zielgruppe sind nicht hochspezialisierte Daten-Teams, sondern klassische Sachbearbeiter und Manager.
Die Bank will so die Grundlage für effizientere Abläufe und ein modernes Arbeitsumfeld schaffen. So sollen Nutzungshürden gesenkt und der produktive Einsatz künstlicher Intelligenz im gesamten Konzern erleichtert werden.
600 Millionen Invest für KI
Der Rollout erfolgt im Rahmen der Strategie „Momentum 2030“ mit der die Bank die Potenziale von KI noch stärker ausschöpfen will. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 plant sie kumuliert rund 600 Millionen Euro in diesem Bereich investieren. Ab 2030 erwartet die Commerzbank aus ihren KI-Initiativen einen Wertbeitrag von rund 500 Millionen Euro pro Jahr.
Dabei ist das Thema KI für die Bank kein Neuland. So hat die Bank bereits 2017 – lange vor dem aktuellen KI-Hype – einen eigenen Bereich für Big Data und Advanced Analytics ins Leben gerufen. Im Zuge der KI-Strategie des Instituts wurden dann Projekte wie der virtuelle Avatar Ava, das Assistenzsystem Sherlock oder Fraud AI realisiert. Ebenso wurde eine eigene AI Academy gegründet, um Mitarbeiter zu schulen.
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