In einem viralen Beitrag auf X wurde behauptet, Microsoft habe heimlich einen neuen Hintergrunddienst in Windows 11 integriert, der Nutzer nachverfolgt und die Leistung des Computers beeinträchtigt. Nun hat Microsoft diese Behauptungen dementiert und erläutert, wozu der Dienst tatsächlich dient, wie Windows Latest berichtet.
Bei dem umstrittenen Dienst handelt es sich um „Windows Health and Optimized Experiences“ (whesvc), der bereits seit 2025 im Betriebssystem vorhanden ist. Der virale Beitrag auf X behauptete, dass dieser Dienst alle 15 Minuten Diagnosedaten an Microsoft übermittelt.
Scott Hanselman, stellvertretender technischer Leiter bei Microsoft, bestätigt, dass der Dienst Teil des Windows-Diagnosesystems ist und lokale Leistungsdaten erfasst. Etwa dann, wenn das Betriebssystem feststellt, dass der Computer langsam läuft. Die Informationen werden jedoch lokal gespeichert und nur dann an Microsoft übermittelt, wenn der Nutzer dies selbst wählt.
Scott Hanselman räumt gleichzeitig ein, dass die derzeitige Beschreibung des Dienstes in Windows unklar formuliert ist und Microsoft diese überarbeiten wird.
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Recall 2.0?
Auch wenn die Gerüchte um eine Spionagesoftware scheinbar an den Haaren herbeigezogen sind, ist es nicht verwunderlich, dass Nutzer skeptisch dabei werden. Schließlich hatte Microsoft selbst mit Windows Recall ein Tool eingebaut, das auf Ihrem PC ständig den Bildschirminhalt mitliest und bis heute Screenshots von vertraulichen Daten macht.
Windows-Nutzer sind also gebrannte Kinder, was Dienste angeht, die zu viele Daten sammeln. Auch wenn Recall diese ebenfalls nur lokal auf dem System speichert, um sie für später besser wiederauffindbar zu machen. Bleibt zu hoffen, dass sich der Ruf von Microsoft wieder davon erholen kann.
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