Wo es um Geld geht, sind leider auch die Betrüger nicht weit weg. Das gilt nicht zuletzt auch für das Online-Bezahlportal PayPal: Mit allerlei raffinierten Scams und miesen Methoden versuchen Kriminelle, ans schnelle Geld zu kommen – natürlich auf Kosten von unbescholtenen Nutzern. Dass es Ganoven auf die Bezahlplattform aus Kalifornien abgesehen haben, ist eigentlich kein Wunder: Der Jahresumsatz von PayPal betrug allein im vergangenen Jahr (2022)
Phishing: Der lukrative Scam-Klassiker

Philip Steury Photography
“Phishing” ist ein sogenannter Neologismus vom englischen „fishing“ und bezeichnet den Versuch, mit gefälschten Webseiten, E-Mails oder anderen Nachrichten an sensible Nutzerdaten zu kommen. Betrüger nehmen dabei üblicherweise Zugangsdaten oder Kreditkartennummern ins Visier.
In der Praxis läuft das so: Nutzer erhalten eine mal besser, mal schlechter gefälschte E-Mail, die den Anschein erwecken soll, offiziell von PayPal zu stammen. Oft wird darin mit verdächtiger Dringlichkeit zum Handeln aufgerufen: Etwa, weil der eigene Account in Gefahr sei, solle man schnell seine Zugangsdaten ändern. Ein Link dafür wird solchen Phishing-E-Mails gerne gleich angehängt. Folgt man dem Link, landet man aber auf einer gefälschten Seite und wird zur Eingabe von Zugangsdaten aufgefordert. Die werden dann gespeichert und können von Kriminellen verwendet werden, um selbst Zugriff aufs PayPal-Konto zu erlangen.
So schützen Sie sich vor Phishing: Klicken Sie nicht auf fremde Links in E-Mails oder Nachrichten und öffnen Sie keine dubiosen Anhänge in Ihren E-Mails. Auch die Zwei-Faktor-Identifizierung verspricht Schutz vor Phishing, weil bloße Zugangsdaten damit in der Regel nicht mehr ausreichen, um Nutzerkonten auszubeuten.
Die Zahlungsoption „Freunde und Familie“ ist kostenlos – kann aber teuer werden
PayPal bietet aktuell zwei verschiedenen Zahlungsarten, nämlich “Waren und Dienstleistungen” sowie “Freunde und Familie”. Die wichtige Unterscheidung: Nur bei der zweiten Variante sind Geldtransfers für den Empfänger und für den Sender kostenlos, bei der ersten Option fallen hingegen Gebühren an. Der Käufer- und Verkäuferschutz von PayPal ist aber nur für diese erste Variante, also für “Waren und Dienstleistungen” verfügbar.
Bei vielen Privatverkäufen, häufig auch bei Kleinanzeigen, möchten Verkäufer gerne die kostenlose Version nutzen, weil das ein paar Euro spart. Das ist aber nicht ohne Risiko, geleistete Zahlungen kann man damit nämlich nicht ohne Weiteres zurückfordern – und das machen sich auch Ganoven und Betrüger zu Nutzen.
Das PayPal-Einmaleins: Diese wichtigen Regeln sollten Sie bei PayPal immer beachten
Um sensible Daten und Ihr Vermögen zu schützen, sollten Sie bei PayPal immer auf ein paar einfache Regeln achten. Das Bezahlsystem ist an sich nämlich sicher und zuverlässig, solange man damit nicht nachlässig umgeht. Diese goldenen PayPal-Regeln sollte sich jeder Nutzer zu Herzen nehmen:
- Nutzen Sie den Käufer- und Verkäuferschutz von PayPal. Käufer können den gesamten Verkaufspreis damit zurückfordern, wenn ein Artikel nicht seiner Beschreibung entspricht oder wenn er gar nicht ankommt. Verkäufer werden geschützt, weil sie ihren Anspruch auf Bezahlung durchsetzen können, auch wenn ein Kunde beispielsweise behauptet, eine Lieferung nicht erhalten zu haben. Hier finden Sie alle Infos zum .
- Sie haben einen Verdacht? Wenn Sie verdächtige Nachrichten erhalten haben und sich nicht sicher sind, ob diese tatsächlich von PayPal oder von einem Betrüger stammen, dann wenden Sie sich am besten direkt an den PayPal-Support: Leiten Sie die betroffene E-Mail mit einer kurzen Erklärung einfach an : “123456”, “password” und “123456789”. Während Hacker und Betrüger sich angesichts solcher Daten-Naivität ungeduldig die Hände reiben, haben schlechte Passwörter für Nutzer oft drastische Konsequenzen – und können schnell teuer werden, wenn sich Betrüger Zugang zum Konto verschaffen.
Gute Passwörter sollten mindestens 12 Zeichen haben und aus möglichst kryptischen Zeichenketten bestehen. Gleichzeitig ist es ein absolutes No-Go, identische Passwörter für verschiedene Dienste oder Portale zu nutzen. Weil man sich gute Passwörter mit langen und komplizierten Zeichenketten selbst aber kaum noch merken kann, empfehlen wir unseren Lesern möglichst auf allen internetfähigen Geräten einen starken Passwort-Manager zu installieren.
Solche oft kostenlosen Tools lassen sich geräte- und plattformübergreifend nutzen und versprechen nachhaltige Sicherheit sowie einfache Handhabung (dank Autofill oder automatischer Passworterstellung). Hier finden Sie unsere Auswahl der besten Passwort-Manager.
Online Services
SOCIAL SHARE CARD GENERATOR