Auf diese Weise wird die benötigte Bandbreite reduziert und damit der Dateitransfer beschleunigt. In der Voreinstellung ist die Komprimierung jedoch nicht aktiv. Auf Kommandozeilenebene lässt sie sich mit dem Parameter „/REQUESTCOMPRESSION:YES“ einschalten, die Syntax lautet: NET USE * \\[Server]\[Freigabe]/REQUESTCOMPRESSION:YES. Darüber hinaus ist es möglich, über eine Bearbeitung der Registrierdatenbank die Komprimierung dauerhaft zu aktivieren.
Beginnen Sie mit dem SMB-Server. Das ist der Rechner, auf dem die Freigabe angelegt ist. Tippen Sie regedit in das Suchfenster der Taskleiste ein und klicken Sie auf den Treffer „Registrierungs-Editor“. Hangeln Sie sich nun durch zu dem Ordner „HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters“. Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste in die rechte Fensterhälfte und gehen Sie auf „Neu –› DWORD-Wert (32-Bit)“. Geben Sie jetzt dem neuen Schlüssel die Bezeichnung „EnableCompressedTraffic“ und klicken Sie ihn doppelt an, um ihn zu öffnen. Tragen Sie als Wert 1 ein und bestätigen Sie mit „OK“. Lassen Sie den Computer anschließend neu starten.
Sie müssen die Komprimierung auch auf dem oder den SMB-Client(s) aktivieren. Das sind die PCs, mit denen Sie auf die Freigabe zugreifen. Öffnen Sie dort ebenfalls wie oben beschrieben den Registrierungs-Editor und klicken Sie sich danach durch zu dem Ordner „HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanWorkstation\Parameters“. Legen Sie dort bitte ebenfalls einen Schlüssel mit dem Namen „EnableCompressedTraffic“ an und geben Sie ihm den Wert 1. Nach einem Neustart ist auch auf diesen Rechnern die SMB-Komprimierung eingeschaltet.
Umgekehrt lässt sich die Komprimierfunktion des SMB-Protokolls aber auch dauerhaft deaktivieren. Dies ist dann sinnvoll, wenn ohnehin nur komprimierte Dateien wie beispielsweise ZIP-Files übertragen werden. Auf diese Weise spart man sich die Zeit, die der PC ansonsten für die Komprimierung mithilfe vom SMB benötigen würde. Bei der Deaktivierung gehen Sie genauso vor wie bei der Aktivierung. Legen Sie jedoch auf dem Server und den Clients jeweils den Schlüssel „DisableCompression“ anstatt „EnableCompressedTraffic“ an.
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