Cyberghost VPN ist ein VPN-Anbieter mit Sitz in Rumänien und bereits seit 2004 online. Sie finden hier unseren ausführlichen Einzeltest zu Cyberghost VPN. Zum Redaktionsschluss dieses Artikels betreibt Cyberghost 11.665 VPN-Server in mehr als 100 Ländern weltweit und somit deutlich mehr als jeder andere Anbieter. Allein in den USA gibt es 2.104 Server in 11 Städten.
Die Client-Software von Cyberghost VPN ist einer deutschen Sprachversion verfügbar, ihre Benutzung ist einfach und intuitiv. Sie ist für Windows, macOS, iOS und Android erhältlich. Auch Linux, Amazon Fire TV, Apple TV und Smart-TVs werden unterstützt.
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Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie und für welche Anwendungsszenarien Sie Cyberghost VPN nutzen. Wir erläutern die Vorgehensweise beispielhaft unter Windows. Auf anderen Plattformen funktioniert es ähnlich.
Cyberghost VPN unter Windows einrichten
Nach der Installation der Software unter Windows 10 und 11 können Sie im Prinzip nach der Anmeldung mit Ihren Zugangsdaten gleich loslegen. Es kann jedoch sinnvoll sein, die Einstellungen durchzugehen und an der einen oder anderen Stelle anzupassen. Unter Windows klicken Sie links unten im Fenster auf das Zahnrad-Symbol für die Einstellungen.

Unter „Allgemein“ legen Sie fest, ob die Cyberghost-Software beim Start von Windows automatisch geladen werden soll. Außerdem können Sie hier prüfen, ob Software-Updates verfügbar sind. Auch das Erscheinungsbild der Software können Sie unter “Theme” von “Dunkel” auf “Hell” umschalten.

Unter dem Menüpunkt „Cyberghost VPN“ stellen Sie das zu nutzende VPN-Protokoll ein. Die voreingestellte Automatik können Sie durch etwa die Auswahl von Wireguard ersetzen, wenn Sie immer dieses schlanke und flotte VPN-Protokoll nutzen wollen. Die anderen Einstellungen für die Ports und IPv6-Verbindungen sollten Sie auf “An” belassen.

Zurück auf der Startseite finden Sie unter „Smart Rules“ Optionen für besondere Anwendungsfälle in vier Reitern. Unter “Regeln für den Start von Cyberghost” stellen Sie ein, dass bei jedem Start der Client-Software automatisch eine VPN-Verbindung mit einem ausgewählten VPN-Server als Gegenstelle hergestellt wird. Zusätzlich ist es möglich, direkt ein Programm zu starten, etwa einen Webbrowser. Gut: Es gibt sogar eine Option, um den Standardbrowser immer im privaten Modus zu öffnen.

Im Register “WLAN-Schutz” gibt es Optionen, die besonders für Reisende mit Notebook interessant sind. Sie können einstellen, wie Cyberghost VPN reagieren soll, wenn neue, abgesicherte beziehungsweise ungesicherte WLANs entdeckt werden: “Niemals eine VPN-Verbindung herstellen”, “Immer nachfragen”, “Immer eine VPN-Verbindung herstellen” oder “VPN trennen”. Gespeicherte WLAN-Netze erscheinen im unteren Fensterbereich.

Ausnahmen definieren Sie im gleichnamigen Register. Das können Webseiten sein, die nicht automatisch du4ch einen VPN-Tunnel geleitet werden sollen.
Schließlich gibt es noch “Regeln für Anwendungen”. Hier können Sie etwa festlegen, dass Cyberghost beim Start eines bestimmten Programms, zum Beispiel des Webbrowsers Edge, eine VPN-Verbindung zu einem ausgewählten VPN-Server aufbaut.

Auf der Startseite gibt es noch einen weiteren Link: “Privatsphäre-Einstellungen”. Die Option “Inhalte blockieren” sollten Sie einschalten, um Werbeanzeigen, Tracker und Malware abzublocken. Die beiden anderen Optionen “DNS-Leaks vorbeugen” und “Automatischer Kill-Switch” lassen Sie eingeschaltet.

Das war unser Streifzug durch die Einstellungen. Cyberghost VPN sollte nun mit Ihren Vorgaben für maximale Sicherheit konfiguriert sein. Bauen Sie jetzt die erste VPN-Verbindung auf.
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Streaming-Dienste nutzen
Um Streaming-Dienste im Ausland nutzen zu können, etwa Netflix US, müssen Sie dem Streaming-Portal vorgaukeln, Sie befänden sich in dem betreffenden Land. Cyberghost bietet dedizierte Streaming-Server an, die jeweils auf einen Streaming-Dienst spezialisiert sind. Netflix und Co sind mit VPN-Anbietern im stetigen Wettstreit. Sie versuchen, VPN-Server zu erkennen und zu blockieren. VPN-Anbieter ziehen immer wieder nach, wechseln die IP-Adressen und passen ihre Server an.

Wollen Sie also etwa eine US-Serie schauen, die Netflix in Deutschland nicht anbietet, wählen Sie in der Cyberghost VPN-Software in der Kategorie „Für Streams“ als Standort „Vereinigte Staaten – optimiert für Netflix US“ aus. Analog gehen Sie vor, wenn Sie die Formel 1 im Live-Stream der österreichischen Sender ORF oder Servus TV sehen wollen. Cyberghost VPN bietet für beide jeweils einen speziellen Server an. Wenn der Videostream ruckelt, liegt es meist an der Auslastung der Streaming-Server, nicht am VPN.
Bei Auslandsreisen stellt sich oft das gleiche Problem, wenn Sie bestimmte Videos in den Mediatheken deutscher TV-Sender oder Ihre gewohnten Netflix-Serien sehen wollen. Viele Inhalte sind aus rechtlichen Gründen aus dem Ausland nicht abrufbar. Die Lösung ist daher auch ganz ähnlich: Sie wählen als VPN-Standort einen passenden Cyberghost-Server aus.
Online-Banking im Urlaub
Sich unterwegs, ob im Inland oder im Ausland, über einen fremden WLAN-Hotspot direkt mit dem Server Ihrer Bank zu verbinden, ist keine so gute Idee. Auch wenn die eigentliche Datenverbindung über HTTPS verschlüsselt abläuft, könnte sich ein Angreifer als „Man in the Middle“ (MitM) mit einem Fake-Hotspot schon vorab zwischen Sie und Ihre Bank schieben und Daten abgreifen. Auch könnte bei der Bank Alarm ausgelöst werden, wenn es Kontozugriffe aus dem Ausland gibt.

Um das alles auszuschließen, bauen Sie zunächst eine VPN-Verbindung zu einem Cyberghost-Server in Deutschland auf, egal wo Sie sich gerade befinden. Erst wenn die Verbindung steht, verbinden Sie sich mit dem Bank-Server. Wenn Sie Online-Banking mit dem Smartphone über das Mobilfunknetz und Ihre Banking-App betreiben, ist die Situation weniger kritisch.
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BitTorrent-Drosselung aufheben
P2P-Downloads über BitTorrent sind eine Grauzone. Die Nutzung des BitTorrent-Protokolls ist an sich nicht illegal, aber ambivalent. Zum Beispiel bietet die Document Foundation ihr Office-Paket LibreOffice auch über BitTorrent an. Doch oft werden darüber raubkopierte Inhalte verbreitet. Manche Internet-Provider drosseln oder blockieren daher BitTorrent-Datenverkehr, um ihr Haftungsrisiko zu mindern. Wenn Sie BitTorrent nutzen, machen Sie sich unter Umständen verdächtig, auch wenn Sie legale Inhalte laden.

Um BitTorrent uneingeschränkt nutzen zu können, ohne Verdacht zu erregen, hilft ein VPN. Cyberghost bietet auch hierfür dedizierte VPN-Server. Die Kategorie „Für Torrents“ gibt es allerdings nur in der Desktop-Software, nicht in den Mobil-Apps. Für maximalen Durchsatz wählen Sie einen entsprechenden VPN-Server in Ihrer Nähe aus. Starten Sie dann Ihren BitTorrent-Client.
Online-Gaming
Auch beim Online-Gaming kann ein VPN nützlich sein. Damit können Sie Ländergrenzen überwinden, Drosselung durch Provider vermeiden und sich vor DDoS-Angriffen schützen. DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) auf Online-Spieler können den Router lahmlegen und so alle Personen eines Haushalts treffen, die darüber ins Internet gehen.

Cyberghost bietet gesonderte VPN-Server für Online-Gaming an, die Sie unter Windows in der Kategorie „Für Gaming“ finden. In der Android-App gibt es diese Kategorie nicht, die Server sind jedoch in der Länderauswahl vorhanden, wenn auch nicht als Gaming-Spezialisten erkennbar.
Zum Schutz vor DDoS-Attacken wählen Sie einen deutschen Server mit niedriger Ping-Zeit und Auslastung. Eventuelle DDoS-Attacken treffen dann diesen Server, der damit besser umgehen kann als Ihr Router. Für Spiele und DLCs (DownLoadable Contents, herunterladbare Inhalte), die in Deutschland nicht verfügbar sind, wählen Sie zum Beispiel einen Server in den USA.
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Maximaler Schutz der Privatsphäre
Eine besondere Situation ist der Aufenthalt in einem Land mit einem restriktiven Regime, das die Internet-Nutzung seiner Bürger einschränkt und den Zugang zu manchen Diensten wie Twitter oder Facebook blockiert und den Zugriff auf bestimmte Websites überwacht und filtert. Um solche Beschränkungen zu umgehen, kann ein VPN hilfreich sein. Dessen Nutzung allein kann jedoch auch schon Verdacht erregen oder illegal sein. Das kann auch für das Tor-Netzwerk gelten, das speziell für solche Situationen geschaffen wurde.
Cyberghost betreibt spezielle „NoSpy-Server“, die maximalen Schutz der Privatsphäre vor staatlicher Überwachung bieten sollen. Sie sind in einem besonders gesicherten Rechenzentrum in Bukarest (Rumänien) untergebracht und verfügen über eigene Leitungen ins Internet. Rumänien gehört, im Gegensatz zu Deutschland, weder zu den „5-Eyes“- noch zu den „14-Eyes“-Staaten, deren Geheimdienste bei der Kommunikationsüberwachung eng zusammenarbeiten und untereinander Informationen austauschen.

Wenn Sie bei Ihren Online-Aktivitäten den bestmöglichen Schutz vor staatlicher Überwachung wünschen oder benötigen, wählen Sie in der Kategorie „NoSpy Servers“ einen Server aus, der nicht zu stark ausgelastet ist. Diese Server sind auch für Torrents geeignet. Weniger ausgelastete Server bieten höhere Geschwindigkeit, stärker ausgelastete mehr Anonymität. Die NoSpy-Liste ist in der Mobil-App nicht explizit vorhanden, die NoSpy-Server sind jedoch in der Länderliste unter Rumänien verfügbar und an ihrem Namen zu erkennen.
Noch Fragen?
Cyberghost bietet auf seiner Website Anleitungen zu verschiedenen Aspekten der VPN-Nutzung auch in deutscher Sprache. Außerdem können Sie Fragen per Mail einreichen oder direkt mit dem Support chatten.
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Cyberghost VPN im Test: Bestes VPN fürs Streamen von Netflix & Co.
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