Oculink, kurz für „Optical Copper Link“, ist eine Verbindungstechnik, die es ermöglicht, PCIe-Geräte (PCI Express) außerhalb des eigentlichen Host-Geräts wie etwa Laptop, Mini-PC oder Gaming-Handheld zu erweitern. Bei Oculink handelt es sich um eine Entwicklung des PCI-SIG, dem offiziellen Gremium für PCI-Schnittstellen.
Das Interface bietet eine hohe Bandbreite von effektiv bis zu 63 Gigabit pro Sekunde, was sich besonders für Anwendungen mit hoher Datenübertragungsrate, wie externe Grafikkarten, anbietet.
Einer der signifikanten Vorteile von Oculink ist die kostengünstige Implementierung: Im Gegensatz zu Thunderbolt, das Lizenzgebühren für die Verwendung erhebt, ist Oculink „Open Source“ und erlaubt somit eine günstigere Produktion von Peripheriegeräten.
Adapter, Docks und Kabel lassen sich für einen Bruchteil der Kosten eines Thunderbolt-Äquivalents erwerben. Ein weiterer Vorteil liegt in der Bandbreite: Mit einer Geschwindigkeit von 16 GT/s (8 GB/s gesamt für vier Lanes) übertrifft Oculink die Leistungsfähigkeit vergleichbarer Thunderbolt-Verbindungen. Das kommt insbesondere bei der Benutzung von NVMe-U.2-Laufwerken über einen U.2-Anschluss zum Tragen.

Vor allem für eGPUs wie hier von Razer ist die Schnittstelle Oculink interessant, da sie die hohen Datenraten stemmen kann, die externe Grafikkarten an den Tag legen.
Razer
Dennoch hat Thunderbolt einige Vorzüge, die vor allem bei Benutzerfreundlichkeit und Verbreitung liegen: Thunderbolt-Ports sind in vielen Geräten vorhanden und einfach in der Handhabung. In der Regel lassen sie sich per Plug & Play nutzen.
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Außerdem bietet die Thunderbolt-Schnittstelle zahlreiche Möglichkeiten für den Aufbau eines eGPU-Systems von verschiedenen Gehäusen bis hin zu Hubs und kompatiblen Grafikkarten. Ein praktisches Beispiel für die Anwendung von Oculink ist das Dock „GPD G1“.
Es verfügt über eine Grafikkarte vom Typ AMD Radeon RX 7600M XT, Thunderbolt-4- sowie Oculink-Support. Überdies hat es eine eingebaute 240-Watt-Stromversorgung und weitere unterschiedliche Anschlüsse. Dieses Dock ist besonders vielseitig, da es sich sowohl über Thunderbolt als auch per Oculink anschließen lässt. Die bessere Leistung ist dabei über Oculink zu erreichen.

Oculink ist ein Open-Source-Interface und bietet sogar höhere Datenraten als Thunderbolt. Eventuell hat die Technik deshalb das Zeug, die nächste Revolution in Sachen Schnittstellen zu bringen.
IDG
Zusammengefasst bietet Oculink eine wirtschaftliche Alternative zu Thunderbolt mit höherer Bandbreite und niedrigeren Kosten, was es für High-Performance-Anwendungen besonders attraktiv macht.
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Die Technik hat in jüngster Zeit an Popularität gewonnen, obwohl sie (noch) nicht so verbreitet ist wie Thunderbolt. Benutzer berichten von weniger Fehlern und Problemen im Vergleich zu Thunderbolt, obwohl gleichzeitig möglicherweise mehr Konfigurationsaufwand erforderlich ist.