Mozilla hat am 3. September Firefox 130 für Windows, macOS, Linux und Android freigegeben. Die Entwickler haben darin etliche Sicherheitslücken beseitigt. Außerdem haben sie die Übersetzungsfunktion und den PDF-Editor verbessert. In den Einstellungen gibt es nun eine einfache Möglichkeit, experimentelle Funktionen zu aktivieren. Auch für die beiden ESR-Versionen gibt es Sicherheits-Updates.
Im des Updates bei Bedarf manuell anstoßen.
Das ist neu in Firefox 130: Der KI-ChatBot Ihrer Wahl
Wer experimentelle, standardmäßig in Firefox abgeschaltete Funktionen ausprobieren wollte, musste bisher den wenig intuitiven Weg über about:config gehen. Firefox 130 bietet auf der normalen Einstellungsseite mit „Firefox Labs“ eine weitaus zugänglichere Möglichkeit, neue, noch nicht aktivierte Funktionen einzuschalten.
So können Sie etwa die Integration mehrerer KI-Chatbots testen, wenn auch immer nur einen ausgewählten. Zur Wahl stehen neben den prominenten Rivalen ChatGPT und Google Gemini die weniger bekannten Alternativen Anthropic Claude, HuggingChat und Le Chat Mistral. Der ausgewählte Chatbot steht dann in der Seitenleiste zur Verfügung. Die obligatorische Anmeldung beim jeweiligen Anbieter bleibt Ihnen auch in Firefox nicht erspart.

fz
Die rein lokal, ohne Cloud-Anbindung funktionierende Übersetzungsfunktion für Web-Seiten haben die Entwickler weiter verbessert. Sie können sich eine komplette Seite übersetzen lassen und sogleich Text markieren und diesen in eine weitere Sprache übersetzen lassen.
Und nochmal KI: Der in Firefox enthaltene PDF-Betrachter ist auch ein einfacher PDF-Editor. Damit können Sie nun in PDF-Dateien einen Beschreibungstext für enthaltene Bilder automatisch generieren lassen. Dies erledigt eine lokale KI, deren passendes Modell sich Firefox beim ersten Bedarf herunterlädt. Wie bei der Übersetzungsfunktion bleiben alle Ihre Daten auf Ihrem Rechner.
Firefox ESR – Updates für zwei Versionen
Planmäßig endet mit der Veröffentlichung von Firefox ESR 115.15 und 128.2 die zweigleisige Übergangsphase bei Firefox ESR. Am 1. Oktober geht es nur noch mit Firefox ESR 128 weiter. Gerüchte, es könnte eine Verlängerung für v115 geben, um Windows 7 und 8.1 länger zu unterstützen, scheinen sich bislang nicht zu bestätigen.
In der aktualisierten ESR-Version 128.2.0 haben die Mozilla-Entwickler sieben Sicherheitslücken beseitigt, in Firefox ESR 115.15.0 sind es vier. Es handelt sich weitgehend um die gleichen Schwachstellen, die in Firefox 130 behoben sind.
Mozilla plant, am 1. Oktober Firefox 131 und Firefox ESR 128.3 zu veröffentlichen.

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