Auf Netflix gab es eine Zeit lang einen regelrechten Hype um Inhalte, bei denen der Zuschauer aktiv mitbestimmen kann, wie die Handlung vorangeht. Vielen dürfte vor allem der Ableger Black Mirror: Bandersnatch noch ein Begriff sein, bei dem man verschiedene Enden erhalten konnte, je nach zuvor gewählten Entscheidungen.
Wie die Webseite The Verge berichtet, wird Netflix nun aber den Großteil seiner interaktiven Inhalte von der Plattform entfernen. Von den aktuell 24 verfügbaren, interaktiven Specials werden nach dem 1. Dezember nur noch vier übrig bleiben: das eben erwähnte Black Mirror: Bandersnatch, Unbreakable Kimmy Schmidt: Kimmy vs. the Reverend, Ranveer vs. Wild und Bear Grylls and You vs. Wild.
Damit geht Netflix einen klaren Schritt, um offenbar erfolglose Inhalte von der Streamingplattform zu entfernen. Denn offenbar fand das interaktive Element nicht den gewünschten Anklang bei den Nutzern. Stattdessen wollen man sich auf “technologische Anstrengungen in anderen Bereichen” fokussieren, wie Netflix Variety mitteilte.
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Diese Inhalte verschwinden
Mit dieser Entscheidung löscht Netflix 20 interaktive Filme und Serien, die auf verschiedenen Franchises wie Carmen Sandiego, Boss Baby oder dem gestiefelten Kater basieren. Der gestiefelte Kater: Gefangen in einem epischen Märchen war übrigens das erste interaktive Special auf Netflix, und zwar mehrere Jahre, bevor Black Mirror: Bandersnatch ein Hit wurde.
Das ist eine ziemliche Enttäuschung, da Netflix zuvor versprochen hatte, in die Technologie zu investieren. Netflix plant, in Zukunft keine weiteren interaktiven Inhalte zu produzieren.
Möglicherweise erhofft sich das Unternehmen stattdessen von den eigens produzierten Videospielen unter der Marke Netflix Games, interaktive Möglichkeiten für Zuschauer zu liefern. Die Auswahl an Spielen ist hier aber bisher eher ernüchternd.
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