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Bios-Update mit Linux – so geht’s

↗ Quelle (pcwelt.de)
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Nicht nur Hauptplatinen und Notebooks verlangen mal nach einem Bios-Update. Auch SSD- und NVME-Laufwerke werden von Herstellen bisweilen mit neuer Firmware versorgt, die Fehlerbehebungen nachliefern und die Zuverlässigkeit verbessern sollen.





Um die Pein von Firmwareupdates zu mindern, hat ursprünglich die Gnome Foundation mit Unterstützung von Dell den Linux Vendor





Fwupd: Firmwaredatenbank für Linux





In allen Linux-Distributionen gibt es zum Check nach neuer Firmware für erkannte Geräte das Updatetool Fwupd. Es ist in das Gnome-Software-Center integriert, läuft aber unabhängig vom verwendeten Desktop auch in der Kommandozeile.





Das dafür benötigte Paket „fwupdate“ ist in den meisten Linux-Distributionen schon vorinstalliert und in Debian sowie Ubuntu mit dem Befehl





CODE
sudo apt install fwupdate




bei Bedarf nachgerüstet. Anschließend zeigt das Kommando





CODE
sudo fwupdmgr get-devices




alle erkannten angeschlossenen Geräte an. Die Eingabe





CODE
sudo fwupdmgr refresh




bringt die Firmwaredatenbank auf den neuesten Stand und die beiden Befehle





CODE
sudo fwupdmgr get-updates
sudo fwupdmgr update




aktualisieren dann die erkannte Hardware, sofern neue Firmwareupdates vorliegen.





Ubuntu 24.04: In dieser neuen Version gibt es für Fwupd unter Gnome 46 ein grafisches Front-End für manuelle Checks. Die neue Funktion findet sich über die Aktivitäten-Übersicht mit der Eingabe „Firmware Updater“.





Ältere Hauptplatinen: Update per Free DOS




IDG





Hersteller von Hauptplatinen haben in viele ihrer neueren Modelle ein Flash-Utility im Firmwaremenü untergebracht. Das Aufspielen einer neuen Uefi-Version gelingt dann über einen FAT16-formatierten USB-Stick, der die neue Firmwaredatei enthält.





Für ältere Hauptplatinen und Laptops, etwa von Fujitsu, gibt es dagegen nur ein DOS-basiertes Flash-Programm, das unter Windows ausgeführt werden soll.





Aber auch in diesem Fall hilft Open-Source-Software weiter: Mit zum Download vor, wobei die kompakte Version unter „For real hardware –› LiteUSB“ ausreicht (15 MB). Nach dem Entpacken des Zip-Archivs liegt eine IMG-Datei vor, die mit dem











Laufwerke: Umwege bei Samsung





Für SSDs und NVME-Laufwerke gibt es von verschiedenen Herstellern immer wieder Firmwareupdates.





Bei Modellen von Samsung ist es aber nicht so einfach, diese Updates einzuspielen. Zwar gibt es für viele Modelle eine ISO-Datei als Boot-CD mit eigenem Linux-System, aber dieses bootet auf vielen Rechnern nicht – es ist schlicht zu alt.





Mit ein paar trickreichen Aktionen in der Kommandozeile ist aber das mitgelieferte Linux-Tool zum Firmwareupdate von NVME- und SSD-Festplatten doch verwendbar. Die ISO-Dateien mit Livesystem von Samsung liegen im Abschnitt „.





Nach dem Download hängen die beiden Kommandos





CODE
mkdir ~/iso
sudo mount -o loop [Datei].iso ~/iso




die ISO-Datei im neuen Ordner „iso“ im Home-Verzeichnis als virtuelles Laufwerk ein. Anschließend legt





CODE
mkdir ~/samsung
cd ~/samsung




einen Zielordner für die entpackten Dateien an und wechselt dort hinein. Der Befehl





CODE
gzip -dc ~/iso/initrd | cpio -idv --no-absolute-filenames




extrahiert aus der Initrd (initiale Ramdisk) des Samsung-Livesystems die relevanten Updateprogramme in den aktuellen Ordner. Der Aufruf





CODE
sudo ~/samsung/root/fumagician/fumagician




startet danach das Updateprogramm im Livesystem.





Lenovo: Bios-Update per USB





Thinkpad-Modelle haben unter Linux-Anwendern einen guten Ruf, weil sich die Geräte meist gut mit Linux-Distributionen verstehen.





Auch zum Bios-Update brauchen Thinkpads kein Windows mehr. Lenovo liefert zur Auffrischung der Firmware ein kleines, bootfähiges System in Form einer ISO-Datei aus, die einen Rechner unabhängig vom installierten Betriebssystem aktualisiert.





Um die passende Bios-Version für das verwendete Thinkpad-Modell zu finden, dient folgender Terminalbefehl:





CODE
sudo dmidecode -t bios | grep Vers




Die angezeigte Versions- und Modellnummer, beispielsweise „G7ET31WW“, gibt man dann auf der Seite support.lenovo.com in das Suchfeld ein.





Das Suchergebnis führt auf die Seite des Thinkpad-Modells, die ältere und verfügbare Bios-Versionen auflistet und das neueste Bios-Update als ISODatei anbietet. Diese sind nur zum Brennen auf CD/DVD-R geeignet, nicht für USB-Sticks.





USB-Sticks: Falls das Thinkpad kein optisches Laufwerk hat, kann das Tool geteltorito die ISO-Datei fit für die Übertragung auf USB-Stick machen. Dieses Kommandozeilentool ist im Paket „genisoimage“ enthalten, das die meisten Linux-Distributionen in den Paketquellen bereithalten.





In Debian, Ubuntu und dessen Abkömmlingen ist es mit





CODE
sudo apt install genisoimage




nachinstalliert. Nach dem Anstecken eines USB-Sticks benötigt man dessen Laufwerkskennung, die der Befehl lsblk ermittelt.





Das Kommando (Beispiel)





CODE
sudo geteltorito -o /dev/sdc [Name].iso




überträgt dann das ISO-Image auf den USB-Stick, der dann im Uefi-Modus booten kann.



Vollständiger Original-Bericht
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