Um am Ende anzufangen – ja, ich habe die App einmal durchgetestet und mir am Ende über das Probe-Abo meinen voraussichtlichen Todeszeitpunkt zeigen lassen.
Ganz schön creepy, in Verbindung mit dem immerhin sympathisch bis lustig gezeichneten Skelett das angeblich eigene Sterbealter und genaue Todesdatum angezeigt zu bekommen. Aber das Gute ist – die – basiert auf zahlreichen seriösen Meta-Studien, beruft sich unter anderem auf Forschungen aus renommierten Universitäten in Stanford, University of California, Berkley und NYU.
Sie checkt Schritt für Schritt Parameter wie das Alter, wöchentliches Workout, Konsum von Alkohol, Fastfood, Gemüse, aber auch Stressfaktoren, Schlafverhalten, soziale Einbettung (zum Beispiel in schwierigen Situationen), wie oft man medizinische Check-Ups und Krebsvorsorge machen lässt sowie einige Laborwerte, sofern verfügbar.
Dazu auch genetische Hintergründe wie Alter von Familienmitgliedern (insbesondere, in welchem Alter die Großeltern gestorben sind) und vieles andere mehr. Man kann sich immer kurz zeigen lassen, wie stark eine Frage gewichtet wird. Ist man am Ende angekommen, benötigt man das Abo, um die Freischaltung zu erhalten und sich seinen voraussichtlichen Todeszeitpunkt zeigen zu lassen.
Parameter sind veränderbar – man hat es selbst in der Hand
Aber dabei ist eben wichtig, dass das kein unabänderlicher Schicksalstag ist. Von Unfällen mit dem sprichwörtlichen Blumentopf auf den Kopf oder dem tödlichen Crash mit dem Auto ist hier gar nicht die Rede – damit kann es völlig unvorhersehbar “sehr viel schneller gehen”.
Aber auch der angegebene Todeszeitpunkt ist nicht in Stein gemeißelt, sondern basiert erstens auf Hochrechnungen aufgrund allerdings langfristiger medizinischer und naturwissenschaftlicher Untersuchungen sowie KI mit ihren Big Data, das heißt der Analyse von riesigen Datenbänken.
Diese abgefragten Parameter sind zweitens größtenteils beeinflussbar – netterweise erhält man von der App auch alternative Berechnungen, wenn man seine Risikofaktoren verbessert, wie lange man dann leben würde. Und auch konkrete Ratschläge, was man dafür tun sollte.

Macwelt
Ärztliche Beratung bleibt zentral
Am Ende kann man sogar eine 30-minütige Sitzung mit einem Berater der Death Clock Health vereinbaren – freilich ist dies wie die gesamte App bisher nur auf Englisch erhältlich. Am Ende soll man abhaken, dass es sich bei der Death Clock-App nicht um eine reguläre medizinische Beratung handelt, sondern dass man seinen Arzt oder seine Ärztin konsultieren sollte, bevor man etwas in seinem Leben ändert.
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