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Geknicktes und gebrochenes Kabel: So funktioniert das Kabel wieder ruckzuck

↗ Quelle (pcwelt.de)
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Im Haushalt sind unzählige Kabel im Einsatz – sei es zum Laden von Smartphones, zur Datenübertragung oder zum Anschluss von Audiosystemen. Häufiger Gebrauch und regelmäßiges Biegen führen jedoch schnell zu unschönen Knicken oder sogar Beschädigungen an empfindlichen Stellen.





Bei schweren Schäden, wie einem gebrochenen oder freiliegenden Leitungskern, ist Vorsicht geboten: Reparaturen sollten in solchen Fällen erfahrenen Nutzern überlassen werden. Für Laien ist der Austausch des Kabels meist die sicherere Option.





In anderen Fällen kann sich aber jeder an einer unkomplizierten Reparatur versuchen: Sind die Kabel nur geknickt oder ist lediglich der Mantel gebrochen, dann lassen sich beschädigte Haushaltskabel schnell wieder in Schuss bringen.





Erfahren Sie hier, wie Sie geknickte oder gebrochene Kabel ganz einfach reparieren – und sogar beschädigte Kabelkerne (Leiter) wieder instand setzen können.





Geknickte Kabel reparieren: So geht’s





Verbogene oder geknickte Kabel sind im Haushalt eine typische Erscheinung, manchmal werden solche Kabel auch schon vollkommen verbogen ausgeliefert: Wenn Hersteller sie aus Platzgründen in der Lieferung stark stauchen oder verdrehen. Wenn solche Knicke nicht von allein verschwinden und sich auch nicht gerade ziehen lassen, kann man mit einem einfachen Kniff nachhelfen: dem Wärmetrick.





Kunststoffkabel sind thermoplastisch. Das heißt, sie lassen sich umso leichter biegen und bewegen, je wärmer sie sind. Im Winter können Sie verbogene Kabelstellen deswegen einfach für ein paar Minuten auf eine warme Heizung legen und die gebogene Stelle anschließend mit den Händen vorsichtig gerade ziehen; den Vorgang kann man bei starker Verkrümmung auch mehrmals wiederholen.





Hinweis: Das Kabel vorher auf jeden Fall von verbundenen Geräten oder der Steckdose lösen und nach dem Prozess erst abkühlen lassen.





Alternativ lassen sich geknickte Kabelstellen (sofern nicht direkt am Stecker) auch in einem heißen Wasserbad erwärmen und anschließend per Hand glätten. Diese Methode erfordert jedoch besondere Vorsicht: Die Stecker dürfen keinesfalls nass werden, und bei porösen Kabelmänteln besteht die Gefahr, dass Wasser eindringt. Achten Sie darauf, dass die Stecker trocken bleiben – und denken Sie daran, das Kabel vorher unbedingt vom Strom zu trennen.





Am besten gelingen beide Methoden, wenn Sie das Kabel damit auf etwa 50 bis 60 Grad Celsius aufwärmen. Höhere Temperaturen sollten Sie vermeiden.





Kabelbruch reparieren: Je nach Schaden nur für erfahrene Bastler





Nach dem Knick kommt oft der Bruch, zumindest beim Kabelmanagement. Dabei muss man zwei Schadensstufen unterscheiden: Ist nur der Mantel gebrochen, dann ist die Reparatur kinderleicht und schnell erledigt. Ist aber auch der Kabelkern, also die Leitung im Inneren beschädigt, wird es etwas aufwendiger. Solche Reparaturen empfehlen wir nur Nutzern mit etwas Erfahrung. Kopfhörer-, Audio- oder Ladekabel lassen sich dann ebenfalls preiswert reparieren.





Wichtig: Wenn Kabel von größeren Haushaltsgeräten wie Staubsaugern oder Rasenmähern brechen, dann sollten Laien keine Reparatur versuchen und die Instandsetzung dem Fachpersonal überlassen.





So reparieren Sie einen gebrochenen Kabelmantel





Bei älteren Kabeln oder bei häufiger Verwendung (etwa von Ladekabeln) kommt es oft vor, dass die Kabelmäntel Risse bekommen oder ganz aufbrechen. Solange der eigentliche Leiter im Inneren unbeschädigt bleibt, ist das Problem mit etwas Isolierband schnell beseitigt. Solche Spezialtapes kosten nur ein paar Euro, Angebote dafür finden Sie auch am Ende dieses Beitrags.





Die beschädigte Stelle lässt sich ganz einfach reparieren, indem sie mit zwei bis drei Lagen Isolierband umwickelt wird – und das Kabel ist wieder einsatzbereit.





Tipp: Beim Wickeln das Isolierband leicht spannen, um die beschädigte Stelle fester zu verschließen und eine bessere Haftung zu gewährleisten. Alternativ eignet sich ein Schrumpfschlauch (siehe unten), um offene Kabelmäntel schnell und zuverlässig zu versiegeln.





Kabelkern in wenigen Schritten reparieren





Wenn Kabel von Schwachstrom-Geräten brechen (bis 50 Volt), kann man sich auch zu Hause an einer Reparatur versuchen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:





Kabel trennen: Ziehen Sie im ersten Schritt den Kabelstecker aus dem verbundenen Gerät oder der Stromquelle.
Schaden finden: Lokalisieren Sie nun die beschädigte Stelle – in den meisten Fällen ist der Bruch offensichtlich.
Beschädigte Stelle herausschneiden: Mit einer Abisolierzange bzw. mit einem Kabelschneider (siehe unten) können Sie die beschädigte Stelle dann aus dem Kabel herausschneiden. Zur Not geht das auch mit einem Cuttermesser. Versuchen Sie dabei, gleichmäßig zu arbeiten und Kabel sauber zu trennen.
Leiter freilegen: Entmanteln Sie die zwei neuen Enden des Kabels auf einer Länge von etwa einem Zentimeter. Dafür ist die Abisolierzange perfekt geeignet.
Verbinden Sie die Enden erneut: Jetzt verbinden Sie das getrennte Kabel wieder. Das klappt am besten mit einer Crimpzange, sie können Leiter aber auch per Hand miteinander verdrehen und mit Isolierband ummanteln. Besonders sauber und sicher arbeiten Sie hier mit Schrumpfschläuchen.





Falls Sie diese Ausrüstung nicht vorrätig haben, finden Sie am Ende des Beitrags passende Kaufempfehlungen.





Kabelbruch oder Knicken mit einfachen Tricks verhindern





Ärgerliche Kabelbrüche oder Knicke an empfindlichen Stellen lassen sich mit einem einfachen Trick vermeiden. Die Schwachstelle liegt meist am Übergang zum Stecker – genau dort, wo der feste Stecker ins flexible Kabel übergeht. An dieser Stelle ist die Belastung besonders hoch, weshalb es hier oft früher oder später zu Schäden kommt.





Um das zu verhindern, kann man die Stelle verstärken, das geht mit etwas Isolierband ganz einfach. Wickeln Sie an der empfindlichen Position einfach zwei bis drei Schichten des Klebebandes über eine Länge von zwei bis drei cm des Kabelmantels. Das Kabelende bleibt dann flexibel, verbiegt sich bei Belastung aber nicht mehr so stark, dass man einen Kabelbruch fürchten muss.





Tipp: Statt Tape kann man an der Stelle auch die Druckfeder eines Kugelschreibers aufziehen. Dazu öffnet man einfach einen alten Kuli, zieht die Feder von der Miene und wickelt sie über das empfindliche Kabelende.





Nützliche Ausrüstung zur Kabelreparatur





Mit diesen Hilfsmitteln können Sie gebrochene Kabel im Handumdrehen wieder funktionsfähig und gebrauchssicher machen oder empfindliche Stellen verstärken.





Erko Isolierband Schwarz PVC 19 mm x 20 m




Erko







Preis: 20 Euro





Starkes Werkzeug für die Arbeit mit Kabeln: Dieses Multitool kann Kabel abisolieren (0,2 bis 6 mm²) oder sauber auftrennen. Kabelschläuche lassen sich damit schnell und bequem vom Leiterkern ziehen (entmanteln), so kann man die Enden anschließend wieder verbinden und neu isolieren.





Die robuste Zange ist gut verarbeitet und bietet einen sicheren, griffigen Halt.










Someline Crimpzange Kabelverbinder Set




Someline







Preis: 7 Euro





Mit Schrumpfschläuchen in allen gängigen Größen lassen sich beschädigte Kabelmäntel abdichten oder neu verbundene Kabelenden sicher isolieren. Dazu zieht man den passenden Schrumpfschlauch einfach über die betroffene Stelle des Kabels. Beim Erhitzen schrumpft das Material und haftet fest und untrennbar am Kabelmantel.





Am besten eignet sich eine Heizpistole zum Erhitzen, wer vorsichtig ist, kann aber auch einfach ein Feuerzeug nehmen.



Vollständiger Original-Bericht
Ausführliche Details, Code-Beispiele & Hersteller-Stellungnahme auf pcwelt.de.
↗ Original-Artikel auf pcwelt.de lesen
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