Seit Anfang Juni häufen sich die Beschwerden von Google-Chrome-Nutzern, die Probleme mit dem beliebten Browser haben. Im Google-Supportforum werden unter anderem häufige Abstürze oder Startprobleme beschrieben.
Offenbar ist der Grund für diese Probleme eine einfache Einstellung, die dafür sorgt, dass Chrome von Microsoft blockiert wird. Und zwar Microsoft Family Safety, das vor allem Minderjährige vor gefährlichen oder anstößigen Webseiten schützen soll.
Dass diese Funktion, die seit Windows 10 verfügbar ist und keine Probleme mit anderen Browsern zu machen scheint, gerade Chrome rigoros blockt, ist sehr kurios. Ein Community-Manager hat es als Ursache aber bereits bestätigt. Auch Microsoft hat einen Beitrag dazu veröffentlicht und bestätigt damit, dass Chrome in Kombination mit Family Safety aktuell unbenutzbar ist.
Das können Sie tun
Offenbar hilft es nicht, den Chrome Browser neu zu installieren, denn das haben einige Nutzer bereits erfolglos versucht. Stattdessen können Sie aktuell nur Family Safety für die betroffenen Geräte deaktivieren, beziehungsweise eine Einstellung anpassen:
- Melden Sie sich auf der Webseite von Family Safety an oder gehen Sie in die Family Safety App.
- Wählen Sie das Kind (beziehungsweise Gerät) aus, für das Sie die Einstellung vornehmen wollen.
- Deaktivieren Sie den Filter für unangemessene Webseiten.
Diese Lösung ist natürlich nicht ideal, weil Sie dadurch den Schutz verlieren, den Microsoft mit Family Safety bietet. In der Zwischenzeit könnten Sie andere Jugendschutz-Filter einrichten, etwa direkt über Ihr Heimnetzwerk.
Alternativ können Sie auch versuchen, die EXE-Datei von Chrome umzubenennen. Das hilft offenbar auch manchmal. Dazu müssen Sie in Ihrem Programmordner Google Chrome finden und rechtsklicken, danach wählen Sie Dateipfad öffnen. Mit einem Rechtsklick auf die Anwendung können Sie diese umbenennen. Warum das funktioniert, ist nicht klar, aber vermutlich erkennt Family Safety die Anwendung dann nicht mehr.
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