Seit FritzOS 8.20, das im Juni offiziell erschienen ist und bereits für einige Fritzbox-Modelle zur Verfügung steht, können Fritzbox-Nutzer einen Ausfallschutz für ihre Internetverbindung einrichten. Dazu ist eine weitere Verbindung zum Internet notwendig, zum Beispiel über einen Surfstick mit LTE oder 5G, eine weitere Fritzbox mit LTE oder 5G oder eine andere Verbindung.
Neben dem Ausfallschutz/Failsafe gibt es noch zahlreiche weitere Neuerungen in FritzOS 8.20. Nachfolgend zeigen wir die Einrichtung des Ausfallschutzes, der mit Sicherheit am nützlichsten ist.
Fritzbox auf Version 8.20 aktualisieren
Um den Ausfallschutz/Failsafe für die Internetverbindung auf Ihrer Fritzbox zu nutzen, ist FritzOS 8.20 notwendig. Sie müssen daher Ihre Fritzbox auf die aktuelle Version updaten.

Thomas Joos
Sobald Sie die aktuelle Version installiert haben, begrüßt Sie die Fritzbox bei der nächsten Anmeldung mit den wichtigsten Neuerungen. Dazu gehört auch “Erhöhter Ausfallschutz für die Internetverbindung”.
Vorbereitungen für den Ausfallschutz/Failsafe von FritzOS 8.20
Um den Ausfallschutz zu konfigurieren, müssen Sie das zweite Zugangsgerät mit Internet einrichten. Das heißt, der Surfstick muss selbstständig eine Verbindung zum Internet aufbauen können und Sie müssen die SIM und Zugangsdaten konfigurieren. Danach verbinden Sie den Surfstick mit einem USB-Port der Fritzbox.

Thomas Joos
Nutzen Sie einen anderen Router, zum Beispiel eine weitere Fritzbox mit LTE oder 5G-Verbindung, müssen Sie auch diese einrichten. Achten Sie darauf, dass die zweite Fritzbox nicht das Subnetz 192.168.178.x nutzen darf, das standardmäßig auf Fritzboxen installiert ist. Sie müssen hier ein anderes Netzwerk verwenden, zum Beispiel 192.168.160.x.
Die zweite Fritzbox braucht dann auch eine andere IP-Adresse, in diesem Fall 192.168.160.1. Danach verbinden Sie die andere Fritzbox per LAN-Kabel mit der ersten Fritzbox. Eine Verbindung per WLAN ist aktuell noch nicht möglich. Das Ausfallgerät muss direkt mit der ersten Fritzbox verbunden sein.

Thomas Joos
Alle wichtigen Einstellungen nehmen Sie an dieser Stelle vor.
Ausfallschutz einrichten
Um den Ausfallschutz einzurichten, klicken Sie auf der ersten Fritzbox nach der Anmeldung auf “Internet -> Zugangsdaten” und öffnen die neue Registerkarte “Ausfallschutz”.
Aktivieren Sie die Option “Ausfallschutz aktivieren”. Wählen Sie dann bei “Ausfallschutzgerät angeschlossen” den Port aus, an dem das zweite Gerät angeschlossen ist. Bei einem Surfstick verwenden Sie “USB”, haben Sie einen anderen Router verbunden, wählen Sie die verwendete LAN-Schnittstelle aus, zum Beispiel LAN1.

Thomas Joos
Danach wählen Sie bei “Aktivieren der Ausfallschutzverbindung” aus, nach welchem Zeitraum der unterbrochenen Internetverbindung die Fritzbox die alternative Verbindung automatisch verwenden soll.

Thomas Joos
Wichtig ist auch die Option “Zurück zur regulären Internetverbindung”. Hier wählen Sie aus, wann die Fritzbox wieder ihre eigene Internetverbindung nutzen soll, wenn diese wieder funktional ist.

Thomas Joos
Im Rahmen der Einrichtung des Ausfallschutzes bietet FritzOS zahlreiche Zeitlimits an. Die alternative Internetverbindung lässt sich sofort in Echtzeit aktivieren, aber auch erst nach einer Stunde. Dazwischen gibt es zahlreiche weitere Schritte. Das Gleiche gilt auch für den Aktivierung der ursprünglichen Verbindung. Auch hier sind zahlreiche Optionen verfügbar.

Thomas Joos
Speichern Sie die Einstellungen und sofort ist die Konfiguration aktiv. Trennen Sie zu Testzwecken das Kabel zur Verbindung Ihrer regulären Internetverbindung, die Fritzbox sollte nun die alternative Verbindung nutzen. Sie können an dieser Stelle natürlich die Einstellungen jederzeit anpassen, eine andere Möglichkeit nutzen oder den Ausfallschutz auch deaktivieren.
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