Intel hat das endgültige Aus für seine Chip-Fabrik in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bekanntgegeben. Intel mache große Verluste und wolle weltweit rund 24.000 seiner derzeit rund 99.500 Stellen streichen. Diesen Streich-Maßnahmen fällt auch die geplante Fabrik in Deutschland zum Opfer.
Intel schreibt:
Intel ergreift Maßnahmen, um seine Produktionsstandorte zu optimieren und die Rentabilität des investierten Kapitals zu erhöhen. Im Rahmen dieser Bemühungen wird Intel geplante Projekte in Deutschland und Polen nicht mehr weiterverfolgen. Das Unternehmen beabsichtigt außerdem, seine Montage- und Testaktivitäten in Costa Rica in seine größeren Standorte in Vietnam und Malaysia zu verlagern. Darüber hinaus wird Intel das Bautempo in Ohio weiter verlangsamen, um sicherzustellen, dass sich die Ausgaben an der Marktnachfrage orientieren.
Intels geplante Chip-Fabrik in Magdeburg hing schon länger in der Schwebe. Bereits im September 2024 stoppte der Chip-Gigant seine Baupläne vorerst. Damals hieß es: “Unsere Projekte in Polen und Deutschland werden wir aufgrund der erwarteten Marktnachfrage um etwa zwei Jahre verschieben”. Kurz zuvor hatte Intel die Entlassung von mindestens 15.000 Mitarbeitern weltweit mitgeteilt.
Intel streicht wie erwähnt nicht nur die Fabrik in Magdeburg, sondern auch ein weiteres Bauprojekt in Polen. Von Sparmaßnahmen sind auch weitere bereits bestehende Intel-Niederlassungen rund um den Globus betroffen. Wenn der jetzt bekanntgegebene Stellenabbau vollzogen ist, soll Intel weltweit noch 75.000 Stammmitarbeiter haben. Die Tagesschau ergänzt: “Ein Großteil der Kündigungen sei bereits Anfang Juli ausgesprochen worden. Die übrigen Jobs würden durch natürliche Fluktuation und ‘andere Maßnahmen’ abgebaut”.
Mit der Chip-Fabrik im Magdeburg waren viele Hoffnungen verbunden, trotz des vermuteten enormen Stromverbrauchs. Intel wollte Milliarden investieren und mehrere Tausend neue Jobs schaffen.
Am Erscheinen der nächsten CPU-Generation “Panther Lake” soll sich dagegen nichts ändern. Intel will diese neue Prozessor-Generation noch 2025 ausliefern.
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