Letzte Woche gab es mit KB5063878 wieder das große, monatliche Update für zahlreiche Windows-11-Nutzer. Allerdings sorgt es mal wieder für einige Probleme. Zwar konnte Microsoft damit einige wichtige Sicherheitslücken schließen, doch bei manchen Anwendern schlägt die Installation des Updates immer wieder fehl.
Nun kommen Berichte über gravierende Probleme mit Festplatten und SSDs hinzu, die offenbar komplett außer Gefecht gesetzt werden. Das berichtet die Seite Neowin. Es handelt sich zwar bislang nur um einzelne Fälle, doch es kann zum Verlust wichtiger Daten kommen.
Starke Auslastung führt zu Fehlern
Den Berichten zufolge kann es nach der Installation des Updates passieren, dass verbundene Datenträger nicht mehr angezeigt werden. Auch der SMART-Status ist nicht mehr auslesbar. Offenbar handelt es sich um einen Fehler, der erst unter hoher Last auftritt.
Bestimmte SSDs und HDDs sollen demnach bei “kontinuierlichen Schreibvorgängen, die 50 GB auf Laufwerken erreichen und 60 Prozent der Controller-Auslastung überschreiten” mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen. Die Probleme treten auch nach einem Systemneustart immer wieder auf.
Zwar konnte kein eindeutiger Hersteller ausgemacht werden, doch offenbar handelt es sich um Modelle ohne DRAM. Der erste Nutzer aus Japan, der das Problem erkannte und auf X/Twitter teilte, testete etwa 21 verschiedene SSDs, von denen zwölf ausfielen. Eine davon ließ sich auch nach einem kompletten Reboot nicht wieder nutzen.
Als Ursache für die Probleme vermutet Neowin einen Fehler im Subsystem des Laufwerk-Caches. Es soll zudem Ähnlichkeit mit den Problemen mit SSDs von Western Digital aufweisen, über die wir im Oktober berichtet hatten.
Das können Sie tun
Da es aktuell keinen Fix seitens Microsoft und auch keinen Workaround gibt, sollten Sie besonders vorsichtig bei der Nutzung von SSDs oder HDDs sein, wenn Sie das letzte August-Update installiert haben. Transferieren Sie keine größeren Datenmengen, die zu einer hohen Auslastung führen können, um Ausfälle zu vermeiden. Sonst können Daten verloren gehen oder beschädigt werden.
Bis eine Lösung bekannt ist, können Sie erst einmal nur abwarten. Auch die Nutzung einer Backup-Software anstelle eines physischen Datenspeichers kann helfen, wichtige Dateien zusätzlich abzusichern.
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