Sich hunderte von sicheren Passwörtern zu merken, ist eigentlich unmöglich. Es sei denn, Sie haben ein fotografisches Gedächtnis. Passkeys sind eine großartige Alternative, aber nicht universell einsetzbar. Stattdessen setzen viele Nutzer auf Passwortmanager, die gerade bei vielen Accounts unverzichtbar sind.
Einen Nachteil gibt es allerdings: Sie speichern alle Ihre Passwörter gesammelt an einem einzigen Ort, der zum Ziel von Hackern werden kann. Genau das passiert gerade mit LastPass und Bitwarden.
Laut eines Berichts von BleepingComputer zielt eine groß angelegte Phishing-Kampagne auf diese beiden beliebten, plattformübergreifenden Passwortverwaltungssysteme ab. LastPass hat die Kampagne bestätigt, in deren Rahmen Massen-E-Mails verschickt werden, in denen behauptet wird, die Passwortmanager seien gehackt worden und es würden neue Desktop-Programme für mehr Sicherheit verschickt.
Zur Klarstellung: Es scheint so, dass weder LastPass noch Bitwarden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels tatsächlich gehackt wurden (zumindest nicht in letzter Zeit). Es handelt sich also um gefälschte Nachrichten, die Sie dazu verleiten sollen, ein Fernzugriffsprogramm zu installieren, vermutlich um Ihre Daten zu stehlen.
Interessanterweise verwendet die Massen-Phishing-Kampagne legitime Fernzugriffstools – Syncro, eine Alternative zu Programmen wie LogMeIn oder Windows Remote Desktop –, die in dem bösartigen Download versteckt sind. BleepingComputer berichtet außerdem über eine offenbar separate Phishing-Kampagne für 1Password, die letzte Woche begonnen hat. Cloudflare hat den Zugriff auf zumindest einige der Links in diesen E-Mails blockiert.
Denken Sie daran: Wenn jemand in Ihren E-Mail-Posteingang gelangt und behauptet, Sie müssten etwas herunterladen oder sich zur Bestätigung anmelden, überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders und klicken Sie niemals auf diese direkten Links. Überprüfen Sie die Angaben auf der öffentlich zugänglichen Website des Unternehmens und melden Sie sich immer manuell über ein separates Fenster, Ihren Browser oder sogar ein anderes Gerät an.
Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation PCWorld und wurde aus dem Englischen übersetzt und lokalisiert.
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