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Krypto-Gewinne werden künftig automatisch erfasst: Das erfahren die Finanzämter

Krypto-Anleger müssen sich auf deutlich mehr Transparenz einstellen: Mit einem neuen Gesetz werden Gewinne aus Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowerten künftig systematisch erfasst und automatisch an die Finanzbehörden gemeldet. Der Bu…

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↗ Quelle (pcwelt.de)
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Krypto-Anleger müssen sich auf deutlich mehr Transparenz einstellen: Mit einem neuen Gesetz werden Gewinne aus Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowerten künftig systematisch erfasst und automatisch an die Finanzbehörden gemeldet. Der Bundesrat hat dem sogenannten Kryptotransparenzgesetz zugestimmt und damit den Weg für eine automatische Meldung von Krypto-Transaktionen frei gemacht.





Neues Gesetz setzt EU-Vorgaben um





Mit dem Beschluss setzt Deutschland die EU-Richtlinie 2023/2226 um. Ziel der Regelung ist es, den Krypto-Handel steuerlich besser nachvollziehbar zu machen. Bisher waren Finanzämter in vielen Fällen darauf angewiesen, dass Anleger ihre Gewinne freiwillig in der Steuererklärung angeben. Künftig sollen die Behörden diese Informationen automatisch erhalten.





Der Bundesrat hat in seiner 1060. Sitzung am 19. Dezember 2025 zugestimmt, nachdem der Bundestag das Gesetz bereits im November verabschiedet hatte.





Automatischer Datenaustausch innerhalb der EU





Kern der neuen Regelung ist ein europaweiter Informationsaustausch. Anbieter von Kryptodienstleistungen müssen künftig Daten zu ihren Nutzern sowie zu deren Einkünften und Transaktionen erfassen und melden. Die nationalen Finanzbehörden geben diese Informationen anschließend an andere EU-Staaten weiter, sofern Nutzer dort steuerlich ansässig sind.





Auf diese Weise sollen Gewinne aus Krypto-Geschäften nicht mehr unbemerkt bleiben. Gleichzeitig will die EU sicherstellen, dass für Anleger in allen Mitgliedstaaten vergleichbare Regeln gelten und Steuerhinterziehung erschwert wird.





Neue Pflichten für Börsen und Wallet-Anbieter





Für Krypto-Börsen, Broker und Wallet-Anbieter bringt das Gesetz deutlich strengere Vorgaben mit sich. Sie müssen die Identität ihrer Nutzer prüfen und unter anderem deren Wohnsitz feststellen. Einmal pro Jahr sind umfangreiche Datensätze elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern zu übermitteln.





Zu den meldepflichtigen Informationen zählen neben der Identität der Nutzer auch Art und Umfang der Transaktionen. Dazu gehören etwa Käufe, Verkäufe und Tauschgeschäfte, aber auch Staking und Lending. Zudem müssen Bestände und Wertentwicklungen gemeldet werden. Die Pflichten gelten nicht nur für den Handel selbst, sondern auch für Verwahrung, Beratung und ähnliche Dienstleistungen rund um Kryptowährungen.





Was das für private Anleger bedeutet





Für private Krypto-Anleger bedeutet das Gesetz vor allem eines: Finanzämter erhalten künftig automatisch Einblick in Krypto-Bestände und Transaktionen. Das erleichtert es den Behörden, zu prüfen, ob Gewinne korrekt versteuert wurden. Anbieter sind zudem verpflichtet, ihre Nutzer darüber zu informieren, dass entsprechende Daten gemeldet werden.





In bestimmten Fällen können Anbieter auch Selbstauskünfte verlangen. Wer gegen die neuen Melde- und Mitwirkungspflichten verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Ordnungswidrigkeiten können wohl mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.





Start ab 2026





Das Transparenzgesetz für Kryptowährungen soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Der erste Meldezeitraum betrifft das Jahr 2026. Spätestens ab September 2027 sollen die gesammelten Daten dann automatisch zwischen den EU-Staaten ausgetauscht werden.





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