In den neuen Chrome-Versionen 144.0.7559.132/133 für Windows und macOS sowie 144.0.7559.132 für Linux hat Google zwei Sicherheitslücken geschlossen. Laut Google wird bislang keine dieser Lücken für Angriffe ausgenutzt. Die Hersteller anderer Chromium-basierter Browser werden in den kommenden Tagen nachziehen. Eigentlich war die Freigabe von Chrome 145 angekündigt.
Im Chrome Release Blog führt Srinivas Sista die beiden beseitigten Sicherheitslücken auf, die seinen Worten nach durch externe Forscher an Google gemeldet wurden. Tatsächlich ist Google als Entdecker der Lücke CVE-2026-1861 angegeben. Es handelt sich dabei um einen Überlauf in der quelloffenen Video-Codec-Sammlung libvpx (WebM, VP9, AV1). Die Schwachstelle wurde demnach erst in der vorherigen Woche entdeckt.
Die zweite Sicherheitslücke, CVE-2026-1862, ist eine weitere Iteration der beinahe obligatorischen Typverwechslung in der Javascript-Engine V8. Dieser Fehlertyp taucht in schönster Regelmäßigkeit in der Liste gestopfter Sicherheitslücken auf. Auch diese Entdeckung liegt nur wenige Tage zurück. Google stuft diese beiden Schwachstellen als hohes Risiko ein.
▶Die neuesten Sicherheits-Updates
In der vorherigen Woche hat Google ein Sicherheits-Update für Chrome 144 bereitgestellt und damit eine Sicherheitslücke geschlossen. In aller Regel aktualisiert sich Chrome automatisch, wenn eine neue Version verfügbar ist. Mit dem Menü-Eintrag » Hilfe » Über Google Chrome können Sie die Update-Prüfung manuell anstoßen.
Google hat auch Chrome für Android 144.0.7559.132 bereitgestellt. In der Android-Version sind die gleichen Schwachstellen beseitigt wie in den Desktop-Ausgaben. Der Extended Stable Channel für Windows und macOS enthält nun die Chromium-Version 144.0.7559.133.
An sich hätte am 3. Februar die Freigabe der neuen Hauptversion 145 erfolgen sollen. Bereits seit Mittwoch, 28. Januar, liefert Google die erste finale Chrome-Version 145.0.7632.26 an 0,5 Prozent der Nutzer aus. Üblicherweise folgt die Freigabe der neuen Hauptversion am Dienstag darauf.
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Andere Chromium-basierte Browser
Die Hersteller anderer auf Chromium basierender Browser sind nun wieder gefordert, mit Updates nachzuziehen. Microsoft mit Edge, Brave und inzwischen auch Vivaldi haben auf Chromium 144 umgestellt und sind derzeit auf dem Sicherheitsstand der Vorwoche.
Opera hat mit der Freigabe der Version 127 auf Basis von Chromium 143 zwar einen weiteren Schritt vorwärts gemacht, der aber zu kurz ist. Das letzte Sicherheits-Update für Chromium 143 hat Google vor vier Wochen bereitgestellt. So gesehen wäre es besser gewesen, wenn sich Opera den Umweg über Chromium 143 gespart hätte, um gleich auf v144 zu setzen. Denn Updates für Chromium 144 gibt es im Extended Stable Channel noch bis in den März.
Chromium-basierte Browser in der Übersicht:
| Browser | Version | Chromium-Version | abgesichert? |
|---|---|---|---|
| Google Chrome ↓ | 144.0.7559.133 | 144.0.7559.133 | 🟢 |
| Brave ↓ | 1.86.146 | 144.0.7559.110 | 🟡 |
| Microsoft Edge | 144.0.3719.104 | 144.0.7559.110 | 🟡 |
| Opera One ↓ | 127.0.5778.14 | 143.0.7499.194 | 🟠 |
| Vivaldi ↓ | 7.8.3925.56 | 144.0.7559.114 | 🟡 |
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