Microsoft hat mit “Windows Baseline Security Mode” und “User Transparency and Consent” zwei grundlegend neue Sicherheitskonzepte für Windows angekündigt. Daran sollen sich Hacker die Zähne ausbeißen.
Microsoft schreibt: “Nutzer stellen zunehmend fest, dass Apps ihre Einstellungen überschreiben, zusätzliche Software installieren oder grundlegende Windows-Funktionen ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung verändern”. Microsoft will nun Maßnahmen ergreifen, damit Nutzer dieses Verhalten überwachen, steuern und beeinflussen können.
Windows Baseline Security Mode
Die neue Sicherheitsfunktion “Windows Baseline Security Mode” soll dafür sorgen, dass auf einem Windows-11-Rechner nur noch ordnungsgemäß signierte Apps, Dienste und Treiber ausgeführt werden. Das soll Manipulationen durch Hacker verhindern, so die Hoffnung.
IT-Administratoren und auch Nutzer können die vorgegebenen Schutzmaßnahmen für einzelne Apps allerdings überschreiben.
User Transparency and Consent
Bei der anderen neuen Schutzmaßnahme, User Transparency and Consent, übernimmt Microsoft das Vorbild von iOS und Android. Wie auf einem Smartphone oder Tablet informiert Windows dann den Benutzer, wenn Anwendungen versuchen, auf Dateien, Kamera, Mikrofon oder andere Ressourcen zuzugreifen. Ebenso soll User Transparency and Consent Alarm schlagen, wenn bereits installierte Anwendungen versuchen, andere Software zu installieren – ein beliebter Weg von Hackern, um Malware nachzuladen.
Die Windows-Nutzer sollen die Systemmeldungen, die von diesen beiden neuen Sicherheitsmaßnahmen kommen, leicht verstehen können. Nutzer sollen zudem die Möglichkeit haben, Voreinstellungen zu ändern.
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Erscheinungstermin unbekannt
Microsoft hat in seinem Blogpost zu den beiden Neuerungen noch keinen Erscheinungstermin genannt. Microsoft schreibt:
Wir sind uns bewusst, dass Veränderungen Zeit brauchen. Deshalb wird die Umstellung schrittweise und nach klaren Grundsätzen erfolgen, die in enger Zusammenarbeit mit Entwicklern, Unternehmen und Partnern aus dem Ökosystem entwickelt wurden, um einen reibungslosen und durchdachten Übergang zu gewährleisten. Wir haben bereits gemeinsam mit einigen von ihnen damit begonnen, die ersten Schritte zu planen. Wir lernen aus ihrem Feedback und ihren Perspektiven und passen uns entsprechend an, während wir unseren Ansatz für mehr Sicherheit, Transparenz und Einwilligung der Benutzer verfeinern und überlegen, wie diese Weiterentwicklung von Windows ihren Anforderungen gerecht wird.
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