Julia Klöckner (CDU), Präsidentin des Deutschen Bundestags, hat laut einem Bericht des Spiegel (hinter Paywall) im Intranet des Deutschen Bundestags eine Stellenausschreibung veröffentlicht, die in den sozialen Netzen jetzt für ziemlichen Spott sorgt. Denn Klöckner sucht einen TokTok-Referenten, der perspektivisch bis zu 8.000 Euro monatlich kassieren darf.
Dabei handelt es sich um eine Beamtenstelle. Vom Bruttogehalt gehen also keine Sozialabgaben weg und es lockt zudem die beihilfeberechtigte private Krankenversicherung. Der Spiegel schreibt hier auf Facebook und hier auf Instagram, dass Klöckner einen Referent (w/m/d) sucht, der/die als Social-Media-Referent für TikTok arbeiten soll. Die Stelle sei im Präsidialbereich angesiedelt, also direkt bei Klöckner.
Laut Spiegel soll die Stelle mit der Besoldungsstufe A13 bezahlt werden, was mindestens über 5000 Euro Grundgehalt bedeutet, wie Sie in dieser Gehaltstabelle sehen. Perspektivisch sei A15 möglich. Da liegt das Grundgehalt bei fast 6.300 Euro. Da man mit A15 in der Regel aber in eine höhere Altersstufe einsortiert wird, lockt sogar ein Grundgehalt von fast 8.000 Euro pro Monat. Dazu kommen aber noch Zulagen. Und wie gesagt: Beiträge für Renten- oder Arbeitslosenversicherung muss der TikTik-Referent nicht zahlen.
Der Spiegel fasst die Aufgaben des TikTok-Referenten so zusammen: “Klöckners Referent wird im Kern nur eine Aufgabe haben: Die Chefin zur TikTok-Größe machen”. Das Magazin ergänzt: “Im Bundestag sorgt das für Unmut. Geht es da noch um die Parlamentsarbeit oder die Inszenierung Klöckners?”
Denn die Ausschreibung der lukrativen Referentenstelle kommt ausgerechnet zu einer Zeit, in der der Bundestag Stellen sparen und sein Budget um “voraussichtlich 2,2 Prozent” kürzen muss. Das gehe aus einer internen Präsentation des Bundestags hervor, wie der Spiegel schreibt. Im Jahr 2026 müsse der Bundestag demnach rund 60 Stellen einsparen – während sich Klöckner einen TikTok-Referenten gönnt.
Nicht unumstritten ist übrigens die Entscheidung Klöckners im Jahr 2025, dass der Bundestag auch TikTok nutzen soll. Datenschützer warnten vor diesem Schritt. Klöckners TikTok-Kanal finden Sie hier.
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