Windows 11 ist das modernste, sicherste, schönste und überhaupt beste Windows aller Zeiten. Das sagt uns Microsoft ständig. Doch jetzt enthüllt ein führender Microsoft-Manager, wie viel Technik aus den 1990er-Jahren immer noch in Windows 11 steckt.
Dieses Relikt aus den 1990ern (Deutschland war gerade wiedervereinigt und der Kanzler der Bundesrepublik hieß Helmut Kohl, in den USA regierte erst George H. W. Bush – der ältere der beiden “Bushes” – und danach Bill Clinton) soll immer dann zum Einsatz kommen, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei klicken oder eine Desktop-Anwendung starten. In diesen Fällen arbeitet Code aus den 1990er-Jahren.
Dabei handelt es sich um die Win32 API, zu der Microsoft hier eine Programmierreferenz bereitstellt. Die Win32 API wurde vor allem mit Windows 95 weit verbreitet (Vor 30 Jahren: Windows 95 startet durch), tat zuvor aber schon in Windows NT ihren Dienst (Geschichte von Windows: Von den Anfängen bis heute). Dass diese Programmierschnittstelle aber bis heute wichtig ist, hatte Microsoft so nie geplant, wie Mark Russinovich, Chief Technology Officer of Azure bei Microsoft und Gründer der Sysinternals (Microsoft Sysinternals: Die besten Windows-Tools zur Wartung und Analyse) verrät.
Russinovich machte diese Aussage in einem Video, das Sie hier auf X/Twitter im Kanal von Microsoft Dev Docs finden. Das US-amerikanische IT-Nachrichtenportal Windowslatest entdeckte diese erstaunliche Mitteilung.
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Windowslatest zitiert Russinovich aus dem Video:
Hätte in den 90er-Jahren irgendjemand erwartet, dass Win32 im Jahr 2026 eine erstklassige API-Oberfläche sein würde? Und ich glaube, ich kann getrost mit Nein antworten. Ich glaube, niemand hätte das erwartet, denn wir dachten an fliegende Autos und, na ja, Mondstationen im Jahr 2026 – nicht an Win32, das noch zu Zeiten von Windows 95 entwickelt wurde. Ich glaube, einer der Gründe für seine Beständigkeit ist, dass es sich um eine grundlegende Ebene innerhalb von Windows handelt, auf der so viele Apps aufbauen … es ist sozusagen das Fundament.
Russinovich fährt fort:
Es gab in der Geschichte von Microsoft verschiedene Momente, in denen wir dachten, wir würden die Windows-API-Oberfläche neu gestalten, wie beispielsweise mit WinRT, was jedoch nicht so verlief, wie viele erwartet hatten, da nach wie vor eine Trennung zwischen Thick-Client und Win32 einerseits und dem Browser – also HTML und JavaScript – andererseits besteht.
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