Microsoft hat im Vorfeld der morgen beginnenden Microsoft Build 2026 erklärt, dass es kein Windows 12 vorstellen wird.
Seit einiger Zeit kursieren immer wieder Gerüchte darüber, dass Microsoft einen Nachfolger für Windows 11 vorstellen könnte, der auf den Namen Windows 12 hört. Vor allem in Zusammenhang mit der Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2026 wurde von manchen Beobachtern eine solche Ankündigung erwartet. Wie das amerikanische IT-Nachrichtenportal Windowslatest berichtet, habe eine Social-Media-Kampagne diese Vermutung noch angezeigt, weil darin von einer grundlegenden Veränderung in der Computerbranche die Rede war.
Pavan Davuluri, Microsoft-President Windows & Devices, hat aber am 29. Mai 2026 auf X (ehemals Twitter) klargestellt, dass Microsoft auf der Build 2026 kein neues Betriebssystem zeigen wird:
Für Entwickler steht etwas Neues an. Und nein, es handelt sich nicht um eine neue Betriebssystemversion. Wir sehen uns nächste Woche auf der Build!
Damit sollte Windows 12 als Thema vom Tisch sein – zumindest für die nächste Zeit.
Stattdessen will Microsoft laut Windowslatest eine neue Allianz schmieden, um leistungsstarkes Gaming sowie KI lokal auf die ARM-Architektur zu bringen. Microsoft spricht vollmundig von einer “neuen Ära des PCs”. Die identische Formulierung verwenden aber auch Nvidia und ARM; Mediatek schloss sich dem ebenfalls an. Dazu wurden die Koordinaten des Taipei Music Center veröffentlicht, wo die Keynote von Nvidia stattfand.
Beim Nvidia N1X handelt es sich um einen ARM-Prozessor, den Nvidia zusammen mit Mediatek entwickelt. Die Kollegen unserer Schwesterpublikation PC-World stellen den Nvidia N1X hier ausführlicher vor.
Der neue N1- oder N1X-Chip von Nvidia wird in dem neuen Surface Laptop Ultra verbaut, das dann erstmals auch als vollwertige Gaming-Plattform geeignet sein soll. Microsoft schreibt dazu:
Der Surface Laptop Ultra ist unser erster Laptop, der eine leistungsstarke NVIDIA Blackwell RTX-GPU mit bis zu 128 GB Unified Memory und vollständiger CUDA-Unterstützung kombiniert. Dank des einheitlichen Speichers kann der RAM-Pool dynamisch dort zugewiesen werden, wo Ihre Workloads ihn am dringendsten benötigen – sowohl auf der CPU als auch auf der GPU. So können KI-Erstellung, 3D-Rendering und Workflows mit mehreren Modellen gleichzeitig ausgeführt werden, mit 1 Petaflop KI-Rechenleistung, die in der Lage ist, Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal auszuführen[i]. Keine Grenzen. Keine Kompromisse.
Genaueres werden wir in den nächsten Tagen auf der Microsoft-Build erfahren. Für Windows-Anwender ist zunächst aber nur eines wirklich wichtig: Wir werden diese Woche kein Windows 12 sehen.
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