Beim Nvidia RTX Spark handelt es sich um ein hochintegriertes System auf einem Chip mit 70 Milliarden Schaltkreisen, den der Auftragsfertiger TSMC im 3-Nanometer-Verfahren produziert. Der Spark-Chip besteht aus einer Arm-CPU mit 20 Kernen (10 Cortex-X925 und 10 Cortex-A725) und einer Blackwell-GPU mit 6.144 Shader-Kernen. CPU und GPU greifen gemeinsam über NVLink auf bis zu 128 GB LPDDR5X-Speicher zu. Die Speicherbandbreite soll dabei bis zu 300 GB/s erreichen.
RTX Spark wird laut Nvidia bereits seit drei Jahren speziell für Windows on Arm entwickelt und optimiert. Ein Schwerpunkt lag insbesondere bei KI-Agenten, die direkt auf dem System laufen sollen. Die Rechenleistung (FP4 AI) des Nvidia RTX Spark soll bei einem Petaflop liegen.
Der Spark-Chip soll laut Nvidia eine revolutionäre Rechenleistung bieten und es Kreativen, KI-Entwicklern und Gamern ermöglichen, “extrem große 3D-Szenen mit über 90 GB zu rendern, 12K-4:2:2-Videos zu bearbeiten, 4K-KI-Videos zu generieren, LLMs mit 120 Milliarden Parametern und einem Kontext von bis zu 1 Million Tokens lokal über Agenten auszuführen sowie AAA-Spiele mit 1440p und über 100 Bildern pro Sekunde zu spielen”.
Dazu arbeiten Nvidia und Microsoft schon seit geraumer Zeit mit zahlreichen Software-Partnern zusammen, um beliebte Apps optimal an die Spark-Hardware anzupassen. Zu den prominentesten zählen Adobe mit Photoshop und Premiere, die Unreal Engine sowie diverse KI-Anbieter wie Claude, OpenClaw und Perplexity. Laut Nvidia hat beispielsweise Adobe Photoshop und Premiere von Grund auf für RTX Spark überarbeitet, um eine doppelt so schnelle KI- und Grafikleistung zu erzielen.

Nvidia
Erste Rechner mit dem Spark-Chip sollen im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Bekannte Hersteller wie Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI planen Notebooks mit ganztägiger Akkulaufzeit und Premium-Displays sowie kompakte Desktop-PCs