Derzeit erreichen uns Hinweise von Whatsapp-Nutzern über einen mysteriösen Kettenbrief, der über Whatsapp verbreitet wird. Darin wird davor gewarnt, dass KI Zugriff auf alle Ihre Chats bekommen würde. Die Warnung ist aber ein Fake (anders als diese aktuelle Warnung, die tatsächlich eine echte Gefahr beschreibt).
Die Warnung, über die auch das österreichische Sicherheitsportal Mimikama berichtet, behauptet, für alle Gruppenchats wichtig zu sein. Ab Samstag sei KI in Whatsapp verfügbar und habe Zugriff auf alle Chats. Alle Gruppen-Admins sollten daher die Option “Erweiterter Datenschutz” aktivieren. Andernfalls könne die KI Gruppennachrichten öffnen, Telefonnummern sehen und persönliche Daten von Ihrem Telefon abrufen, einschließlich privater Chats. Darunter folgte dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu, wie man den “Erweiterten Chat-Datenschutz” aktiviert.
Wie bei Kettenbriefen üblich folgte darunter noch der Hinweis, diese Informationen mit anderen zu teilen. Was derzeit offensichtlich reichlich geschieht…

Whatsapp Kettenbrief
Jeremie Kaiser
Mit anderen Worten: Wer die oben beschriebene Einstellung nicht vornehmen würde, dem würde Meta alle Daten “klauen”. Doch dem ist nicht so. Alle Whatsapp-Chats sind immer Ende-zu-Ende verschlüsselt; und zwar, ohne dass Sie dafür irgendwelche Einstellungen vornehmen müssen. Daran ändert auch die bereits vor einiger Zeit erfolgte Einführung von KI in Whatsapp nichts. Nur wenn Sie diese KI aktiv nutzen – zum Beispiel, indem Sie @Meta KI schreiben – verarbeitet die KI von Whatsapp Ihre Daten.
Der “Erweiterte Datenschutz” bringt diesbezüglich also keinen zusätzlichen Schutz. Stattdessen ist diese Funktion dafür gedacht, dass die Gruppenmitglieder Medien aus diesem Chat nicht mehr automatisch in der Galerie ihres Gerätes speichern oder den Chat nicht mehr exportieren können. Der “Erweiterte Datenschutz” bietet also nur zusätzliche Kontrolle über Exportfunktionen und Medienzugriff.
Mimikama stellt klipp und klar fest:
Inhalte bleiben geschützt, auch wenn keine zusätzlichen Einstellungen aktiviert wurden. Es gibt keinen pauschalen oder automatischen KI-Zugriff auf Gruppen- oder Einzelchats.
Dieser Kettenbrief richtet also keinen unmittelbaren Schaden an, kann aber für Verunsicherung sorgen. Besagter Kettenbrief kursiert übrigens schon länger und ist jetzt nur in einer neuen Version wieder aufgetaucht.
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