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Microsoft macht Windows 11 zum KI-Betriebssystem

Sprachgesteuerte, kontinuierlich laufende KI-Agenten sollen künftig die Arbeit mit Microsoft Windows vereinfachen.Melnikov Dmitriy / Shutterstock.com Seit Jahren bewirbt Microsoft Windows 11 als Betriebssystem mit KI-Funktionen. Nun …

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↗ Quelle (computerwoche.de)
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Windows 11

Sprachgesteuerte, kontinuierlich laufende KI-Agenten sollen künftig die Arbeit mit Microsoft Windows vereinfachen.

Melnikov Dmitriy / Shutterstock.com





Seit Jahren bewirbt Microsoft Windows 11 als Betriebssystem mit KI-Funktionen. Nun schafft das Unternehmen endlich die Voraussetzungen für diesen Wandel. So präsentierten die Redmonder auf der Build-Konferenz Anfang Juni 2026 Beispiele dafür, wie das Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) in Windows 11 integriert.





So sollen KI-Modelle und -Agenten das OS intelligenter machen und es Nutzern erlauben, in natürlicher Sprache mit dem System zu arbeiten.





Lokale KI-Workloads werden Realität





Konkret sollen Windows-11-PCs uneingeschränkte KI-Funktionen bieten, so dass Nutzer KI kostenlos und ohne Netzwerkverbindung verwenden können. Laut Anastasiya Tarnouskaya, Produktmanagerin für Windows ML, würden keine Token-Kosten entstehen und keine sensiblen Daten das Gerät verlassen. „Zudem verringert sich die Latenz“, erklärte sie während einer Build-Session.





Hardwarehersteller hätten KI-fähige Hardware auf den Markt gebracht, noch bevor die entsprechenden Anwendungen verfügbar waren. Laut Tarnouskaya würden aber auf mehr als 500 Millionen PCs bereits lokale KI-Workloads ausgeführt. „Dank der jüngsten Fortschritte bei KI-Modellen, Hardware und den zugehörigen Software-Stacks wird heute jeder Windows-PC zunehmend KI-fähig“, sagte sie.





Offline-KI statt Cloud-Chatbot





Die KI-Funktionen sind dabei in Apps sowie in die Windows-Benutzeroberfläche integriert und beschränken sich nicht auf reine Chatbots, wie die Angebote von ChatGPT oder Gemini. So würden Microsoft Office, Fotos und Teams bereits KI-Funktionen nutzen, die direkt auf dem Gerät ausgeführt werden: Outlook fasst beispielsweise E-Mails mithilfe von Microsofts Phi-Silica-Modell und der GPU des PCs zusammen, so die Managerin.





Tarnouskaya zufolge setzten nicht nur Entwickler auf lokale KI. Auch Unternehmen wie Adobe, WhatsApp, Canva, Affinity und Speechify würden beeindruckende, KI-gestützte Anwendungen entwickeln.





KI-Apps für Windows 11 hätten laut der Managerin einen regelrechten Boom erleben, nachdem Microsoft im vergangenen Herbst Windows ML veröffentlicht hatte. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die Developer dabei unterstützt, Offline-KI-Anwendungen zu erstellen, ohne auf Cloud-Modelle zugreifen zu müssen. Windows ML verknüpft Anwendungen, lokalisierte KI-Modelle und Hardware wie GPUs und neuronale Prozessoren.





Agenten mit offenem Ohr





Windows ML ist Teil des „Foundry“-Produktportfolios von Microsoft. Dazu zählt unter anderem Foundry Local, mit dem Open-Source-Modelle auf Windows-Geräten ausgeführt werden. Zudem gehören Windows-KI-APIs zu dieser Produktpalette, die etwa automatisiert Unterhaltungen zusammenfassen, Sprache erkennen und Videos hochskalieren.





Microsoft setzt darüber hinaus auf KI-Agenten, um die Art und Weise zu verändern, wie Nutzer mit Windows 11 interagieren: Beispielsweise können sie eine Aufgabe in natürlicher Sprache beschreiben. Ein kontinuierlich im Hintergrund laufender Agent übernimmt daraufhin und erledigt die Arbeit.





„Windows entwickelt sich zu einer Plattform, auf der natürliche Sprache konkrete Systemaktionen auslösen kann“, erklärte Samantha Song, Produktmanagerin für Windows bei Microsoft. Sie demonstrierte, wie Nutzer einfach sagen oder eintippen können, wie sie Farben, Hintergrundbilder oder Menüs anpassen möchten. Der Agent nimmt dann die entsprechende Änderung vor. „Es ist keine manuelle Konfiguration von Designs, Einstellungen oder Beleuchtung erforderlich. Das System betrachtet den Vorgang als eine einzige, zusammenhängende Aktion“, erklärte die Produktmanagerin.





Damit das funktioniert, müssten Entwickler eine sogenannte „Skills-Datei“ erstellen, die das Verhalten des Agenten definiert. Diese Funktion lässt sich anschließend beliebig oft wiederverwenden, so Song. „Auf Unternehmensebene ist ein Szenario denkbar, in dem ein Benutzer in einen sicheren Finanzmodus wechselt und das System automatisch Apps, Zugriffsbereiche und die Umgebung darauf abstimmt“, ergänzt sie.





Weitere Use Cases für Agenten





Des Weiteren demonstrierte Microsoft auf der Build, wie sich mit OpenClaw personalisierte Agenten erstellen lassen, um Windows-Funktionen auszuführen.











Vertreter des KI-Frameworks LLMware.ai zeigten einen Agenten auf einem Qualcomm-Laptop, der Jira-Issues in Echtzeit aufnimmt, lokal zusammenfasst und täglich die wichtigsten Issues gebündelt per E-Mail an das Team sendet. Der Agent arbeitet automatisch, ohne dass ein Prompt erforderlich ist.





Die Leistung der NPU [Neural Processing Unit] lässt sich laut Darren Oberst, Mitbegründer von LLMWare.ai, optimieren, indem man das Modell lokal ausführt und einen Zeitplan für den Betrieb der automatisierten Agenten implementiert.





„Samsung, Lenovo und andere führen – wenn auch langsam und behutsam – Funktionen für agentenbasierte KI unter der Bezeichnung ‚Personal AI‘ ein“, erklärte Leonard Lee, Principal Analyst bei Next Curve. „Die Herausforderung besteht darin, einen sicheren Einsatz zu gewährleisten“, fügte er hinzu.





KI-PCs verändern Angebot und Beschaffung





Microsofts Bestrebungen, KI in Windows zu integrieren, werden Unternehmen dazu zwingen, ihre Hardware-Strategien zu überdenken, so Jack Gold, Principal Analyst bei J. Gold Associates. Da KI-Chips bei unterschiedlichen Aufgaben ihre Stärken ausspielen, werde Microsoft zudem mehrere Chip-Typen unterstützen müssen, um den Unternehmen eine Auswahl zu bieten, erklärte er. Der Marktforscher empfiehlt bei der Anschaffung neuer PCs, insbesondere im Unternehmensbereich, diesen Aspekt zu berücksichtigen und im Rahmen von Upgrade-Zyklen auf KI-PCs zu setzen. (tf)





Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag von Computerworld.com


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