Microsoft stellt 2026 den Support für zahlreiche Produkte ein, die noch auf Millionen von Rechnern laufen. Das bedeutet: Alle diese Programme werden unsicher, weil Microsoft darin keine Sicherheitslücken mehr schließt. Ein Programm stirbt sogar komplett. Und nein: Es handelt sich dabei nicht um Windows 10.
Windows 11 24H2 Home und Pro
So stellt Microsoft in diesem Jahr den Support für Windows 11 24H2 Pro und Home ein, wie Sie hier bei Microsoft nachlesen können. Am 13. Oktober 2026 wird das der Fall sein. Dann erscheint nämlich das nächste große Windows-11-Update 26H2 – das übrigens nur einen winzigen Download erfordert – und dementsprechend beendet Microsoft die Unterstützung für die vorletzte Windows-11-Version. Das war auch 2025 schon der Fall, damals endete im Herbst der Support für Windows 11 23H2.
Am 13. Oktober 2026, dem Microsoft-Patchday, erhalten Sie also das letzte Mal Updates für 24H2. Spätestens an diesem Tag sollten Sie auf eine neuere Windowsversion wie 25H2 updaten.
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 59,99 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Windows 11 24H2, das diese neuen Funktionen auf den Rechner brachte, hatte nach seinem Erscheinen bei vielen Nutzern für Kopfzerbrechen gesorgt. Bei einigen Nutzern scheiterte bereits die Installation, bei anderen Nutzern hagelte es Fehlermeldungen und die Rechner machten urplötzlich Neustarts. Die Taskleiste konnte auf den Windows-PCs einfrieren. Bei einigen Spielen sank die Framerate.
Office-Programme ließen sich teilweise nicht mehr unter Windows 11 24H2 verwenden. Microsoft stoppte zwischenzeitlich sogar die Auslieferung von 24H2.
Ebenfalls vom Supportende betroffen sind Windows Server 2012/Windows Server 2012 R2. Für diese gibt es ab 13.10.2026 keine Extended Security Updates mehr.
Windows 11 SE stirbt ebenfalls
Das Supportende für Windows 11 24H2 hat eine spezielle Nebenwirkung: Damit stirbt endgültig auch Windows 11 SE.
Dieses Windows 11 SE hatte Microsoft im November 2021 als Alternative zu Googles Chrome OS angepriesen, doch Windows 11 SE konnte sich am Markt nicht durchsetzen. SE war vor allem für günstige Notebooks im Schuleinsatz gedacht. Wir schrieben im November 2021:
Windows 11 SE soll ein ablenkungsfreies Arbeiten ermöglichen und zudem möglichst sicher sein und Geräte mit Windows 11 SE sollen sich von Administratoren möglichst einfach verwalten lassen. So bietet Windows 11 SE eine überwachte App-Installation (es kann also nicht jeder Schüler einfach jede beliebige App installieren), App-Start im Vollbildmodus, das standardmäßige Speichern von Dateien im Cloudspeicher (wofür 1 TB Speicherplatz pro Gerät vorhanden ist) und eine laut Microsoft besonders lange Akkulaufzeit. Microsoft 365 ist vorinstalliert. Zudem sollen sich über den Browser Edge viele webbasierte Lernapps nutzen lassen. Populäre Drittanbieter-Apps wie Zoom oder Chrome funktionieren mit Windows 11 SE ebenfalls. Updates für Windows 11 SE werden automatisch im Hintergrund installiert.
Im Oktober 2026 stellt Microsoft dafür das letzte Mal Updates bereit, wie Sie hier nachlesen können. Nach diesem Datum bekommen Sie für Windows 11 SE weder Updates noch Hilfestellung bei Problemen. Überraschend kommt das Ende aber nicht, bereits im August 2025 haben wir darüber berichtet.
Das letzten Herbst erschienene Windows 11 25H2 bekommt übrigens Updates bis 12. Oktober 2027.
Windows 11 23H2: Letzte Versionen fallen aus dem Support
Am 10. November 2026 kommt auch das Ende für Windows 11 23H2 Enterprise, Education and IoT Enterprise. Für Windows Windows 11 23H2 Home und Pro war bereits im November 2025 Schluss.
Support für Microsoft Office 2021 endet
Das im Oktober 2021 erschienene Office 2021, der Vorgänger des aktuellen Office 2024, fliegt am 13. Oktober 2026 ebenfalls aus dem Support. An diesem Tag stellt Microsoft zudem den Support für Office LTSC 2021 und Office LTSC 2021 für den Mac ein, wie die US-IT-Nachrichtenseite Windowslatest berichtet.
Sie können Microsoft Office 2021 zwar auch nach dem Supportende weiterverwenden, allerdings bleiben neu entdeckte Sicherheitslücken ungeschlossen. Das sollten Sie nicht riskieren.
Betroffene Kunden sollten also auf Microsoft Office 2024 (Einmalzahlung ohne Abo; nur Sicherheits-Updates) oder auf Microsoft 365 (Abo; Updates bringen auch neue Funktionen) wechseln, um auch weiterhin Sicherheits-Updates zu erhalten. Für Office 2024 bietet Microsoft aber keine günstige Upgrade-Lösung, sondern Sie müssen die aktuelle Office-Generation zum vollen Preis erwerben.
Microsoft Office Home 2024 bekommen Sie hier bei Amazon für 119,99 Euro. Die Abo-Variante Microsoft 365 Single für 1 Person erhalten Sie auf Amazon für 76,90 Euro. Die Lizenz dafür müssen Sie nach 12 Monaten aber kostenpflichtig verlängern.
Von dem Aus ebenfalls betroffen ist SQL Server 2016 – und zwar bereits am 14. Juli. Also morgen. Ebenfalls morgen endet der Support für SharePoint Server 2016 und 2019, sowie für Project Server 2016 und 2019.
Microsoft Publisher stirbt komplett
Microsoft Publisher ist ein Sonderfall. Denn dafür stellt Microsoft nicht nur den Support ein, sondern beendet dieses Programm vollständig. Microsoft entfernt Publisher aus Microsoft 365. Publisher-Dateien lassen sich danach von Microsoft-365-Abonnenten nicht mehr öffnen oder bearbeiten. Lokal auf dem Rechner installierte Publisher-Installationen laufen natürlich auch weiterhin. Microsoft empfiehlt bisherigen Publisher-Nutzern den Umstieg auf Word oder Powerpoint.
Hier hat Microsoft eine Liste aller Programme veröffentlicht, die 2026 ihren Support verlieren. Die Seite Windowslatest hat zu allen eingestellten Programmen hier noch Hinweise ergänzt.
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