Microsoft hat seine Empfehlung für das Aufspielen von Windows-Updates drastisch geändert. Die Updates sollten nun so schnell wie möglich auf Ihren Windows-Rechnern landen.
Der Grund für die drastisch geänderte Empfehlung: KI. Denn mit KI können Hacker bekannte Lücken jetzt rasend schnell in noch ungepatchten Windows-Rechnern aufspüren und ausnutzen. Im Vorfeld des Microsoft-Patchday im Juli 2026 erklärte das Unternehmen, dass niemand Windows-Updates länger als drei Tage hinauszögern soll (obwohl das mittlerweile bequem über eine Kalenderfunktion möglich ist). Das berichtet Windowslatest.
Das gilt umso mehr, weil Microsoft zuletzt immer mehr Lücken an Patchdays geschlossen hat. Im Juni 2026 stopften die Redmonder beispielsweise insgesamt 206 Lücken in ihren Software-Produkten. Dazu trägt ebenfalls die KI bei, die Lücken oft schneller entdecken kann, als es Menschen können.
Deshalb sei die bisher vielfach geübte Praxis, dass man das Aufspielen von Patches um viele Tage oder Wochen hinausschiebt, um erst einmal abzuwarten, ob die Patches sauber funktionieren und nicht etwa das Windows-System unstabil machen, jetzt nicht mehr praktikabel. Jeremy Chapman, Director bei Microsoft 365: “Die Gefahr ist real. Die Gesamtzahl der behobenen Sicherheitslücken ist seit April dieses Jahres gestiegen.“
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 59,99 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Insbesondere Claude Mythos hat Unternehmen und Sicherheitsexperten aufgeschreckt. Claude Mythos kann Sicherheitslücken in Rekordzeit entdecken. Und Claude Mythos ist eben nicht das einzige KI-Tool, das hierzu in der Lage ist. Auch Microsoft hat ein eigenes KI-Tool zum Aufspüren von Schwachstellen entwickelt: MDASH. MDASH überprüft den Windows-Code auf verdächtige Muster, und alle KI-Agenten im System tauschen sich untereinander aus, um tatsächliche Probleme zu diagnostizieren.
Sobald eine Sicherheitslücke öffentlich bekannt wird, kann KI Angreifern dabei helfen, das Problem zu analysieren und innerhalb weniger Stunden einen Exploit zu entwickeln. Aus diesem Grund möchte Microsoft nicht mehr, dass Unternehmen Windows-PCs wochenlang ohne Patches lassen. Jeremy Chapman hierzu:
Um diesem Problem zu begegnen, haben wir unsere Empfehlungen für die Bereitstellung von Windows-Updates aktualisiert und den Aufschubzeitraum für Qualitätsupdates auf weniger als drei Tage festgelegt. Die Fristen für diese Updates wurden auf null oder einen Tag festgelegt, und die Nachfrist für Updates auf maximal zwei Tage.“