In den neuen Chrome-Versionen 150.0.7871.186/187 für Windows und macOS sowie 150.0.7871.186 für Linux vom 23. Juli haben die Entwickler vier Schwachstellen beseitigt. Keine der geschlossenen Lücken wird laut Google bislang für Angriffe ausgenutzt. Diese Aktualisierung folgt nur zwei Tage nach dem vorherigen Chrome-Update. Die Hersteller anderer Chromium-basierter Browser werden in Kürze nachziehen.
Im Chrome Release Blog führt Daniel Yip vier beseitigte Sicherheitslücken auf, die Google alle selbst entdeckt hat. Die Schwachstellen CVE-2026-16804 bis -16807 sind als hohes Risiko ausgewiesen. Drei der vier Anfälligkeiten sind Use-after-free-Lücken (UAF) in verschiedenen Komponenten, namentlich Input, Blink und WebMCP (Web Model Context Protocol, eine Schnittstelle für „KI“-Agenten). Das Problem bei CVE-2026-16807 ist hingegen ein unzulässiger Schreibzugriff auf Speicherbereiche außerhalb der vorgesehenen Grenzen (out of bounds write) in der Codecs-Komponente.
▶Die neuesten Sicherheits-Updates
Erst am 21. Juli hat Google ein Update bereitgestellt und damit 12 Sicherheitslücken geschlossen. In aller Regel aktualisiert sich Chrome automatisch, wenn eine neue Version verfügbar ist. Mit dem Menü-Eintrag » Hilfe » Über Google Chrome können Sie die Update-Prüfung manuell anstoßen.
Google hat am 23. Juli auch Chrome für Android 150.0.7871.181 veröffentlicht. In der Android-Version sind die gleichen Schwachstellen beseitigt wie in den Desktop-Ausgaben. Der Extended Stable Channel für Windows und macOS enthält nun die Chromium-Version 150.0.7871.187. Die Freigabe der Chrome-Version 151 ist für den 28. Juli geplant.
Tipp: Unabhängig davon, dass Sie Ihren Browser stets aktuell halten, sollten Sie die Sicherheit Ihres PCs zusätzlich mit geeigneter Antivirus-Software verbessern. Gute Antivirus-Lösungen stellen wir in „Die besten Antivirus-Programme im Test: So schützen Sie Ihren Windows-PC“ vor. Falls Sie großen Wert auf anonymes Surfen legen, sind wiederum gute VPN-Programme einen Blick wert.
Andere Chromium-basierte Browser
Die Hersteller anderer auf Chromium basierender Browser sind nun wieder gefordert, mit Updates nachzuziehen. Microsoft Edge, Brave und Vivaldi sind auf dem Sicherheitsstand vor dem zweiten Chrome-Update dieser Woche. Opera hat zwar am 23. Juli ein Bugfix-Update veröffentlicht, ist jedoch mit seiner Browser-Version 133 in puncto Sicherheit weiterhin auf einem Holzweg unterwegs. Darin ist die veraltete Chromium-Ausgabe 149.0.7827.201 vom 25. Juni verbaut und für Chromium 149 liefert Google seitdem keine Updates mehr.
Chromium-basierte Browser in der Übersicht:
| Browser | Version | Chromium-Version | abgesichert? |
|---|---|---|---|
| Google Chrome ↓ | 150.0.7871.182 | 150.0.7871.182 | 🟢 |
| Brave ↓ | 1.92.143 | 150.0.7871.182 | 🟡 |
| Microsoft Edge | 150.0.4078.96 | 150.0.7871.182 | 🟡 |
| Opera One ↓ | 133.0.5932.85 | 149.0.7827.201 | 🟠 |
| Vivaldi ↓ | 8.1.4087.56 | 150.0.7871.186 | 🟡 |
SOCIAL SHARE CARD GENERATOR