In den neuen Chrome-Versionen 149.0.7827.155/156 für Windows und macOS sowie 149.0.7827.155 für Linux haben die Entwickler über 30 teils kritische Schwachstellen beseitigt. Laut Google wird bislang keine der gestopften Lücken für Angriffe ausgenutzt. Die Hersteller anderer Chromium-basierter Browser dürften in den kommenden Tagen nachziehen, wie bereits Brave und Vivaldi.
Im Chrome Release Blog führt Daniel Yip 33 beseitigte Sicherheitslücken auf. Google gibt an, alle Schwachstellen bis auf eine selbst entdeckt zu haben. Diese eine ist CVE-2026-12450 in der Komponente Media, eine als hohes Risiko eingestufte Schwachstelle aus der Kategorie „unangemessene Umsetzung“ (inappropriate implementation). Eine Prämie steht dem Entdecker nicht zu, da er Google-Stipendiat ist.
Sieben der geschlossenen Sicherheitslücken sind als kritisch ausgewiesen: CVE-2026-12437 bis -12443. Alle bis auf eine sind Use-after-free-Lücken (UAF) in verschiedenen Komponenten. Diese eine, CVE-2026-12438, betrifft die Webview-Komponente und fällt in die Kategorie „unangemessene Umsetzung“. Die übrigen Schwachstellen sind als hohes Risiko eingestuft. Einmal mehr bestimmen auch insgesamt Use-after-free-Lücken das Bild.
▶Die neuesten Sicherheits-Updates
In der Vorwoche hat Google ein Sicherheits-Update für Chrome bereitgestellt, um 28 Sicherheitslücken zu schließen. In aller Regel aktualisiert sich Chrome automatisch, wenn eine neue Version verfügbar ist. Mit dem Menü-Eintrag » Hilfe » Über Google Chrome können Sie die Update-Prüfung manuell anstoßen.
Google hat in dieser Woche auch Chrome für Android 149.0.7827.159 sowie Chrome für iOS 150.0.7871.34 bereitgestellt. In der Android-Version sind die gleichen Schwachstellen beseitigt wie in den Desktop-Ausgaben. Der Extended Stable Channel für Windows und macOS enthält nun die Chromium-Version 148.0.7778.265. Die Freigabe der Chrome-Version 150 ist Ende Juni zu erwarten – die ersten Benutzer (etwa 0,5 Prozent) erhalten bereits eine frühe Version (Early Stable: 150.0.7871.24/25).
Tipp: Unabhängig davon, dass Sie Ihren Browser stets aktuell halten, sollten Sie die Sicherheit Ihres PCs zusätzlich mit geeigneter Antivirus-Software verbessern. Gute Antivirus-Lösungen stellen wir in „Die besten Antivirus-Programme 2025 im Test: So schützen Sie Ihren Windows-PC“ vor. Falls Sie großen Wert auf anonymes Surfen legen, sind wiederum gute VPN-Programme einen Blick wert.
Andere Chromium-basierte Browser
Die Hersteller anderer auf Chromium basierender Browser sind nun wieder gefordert, mit Updates nachzuziehen. Brave und Vivaldi sind mit ihren Updates vom 17. Juni bereits auf dem aktuellen Stand. Vivaldi setzt in der aktuellen Version 8.0.4033.50 auf Chromium 148.0.7778.273 aus dem Extended Stable Channel. In Brave 1.91.175 stecken hingegen Chromium 149.0.7827.155 und die aktualisierte Version 0.14 der Zcash Bibliothek.
Microsoft Edge ist auf dem Sicherheitsstand vor dem oben beschriebenen Update. Opera hat zwar in dieser Woche ein Update auf Version 132.0.5905.73 bereitgestellt und darin eine etwas neuere Chromium-Version verbaut als bis bisher, statt der neuesten jedoch die zwei Wochen alte (3. Juni) Chromium-Ausgabe 148.0.7778.254 verwendet.
Chromium-basierte Browser in der Übersicht:
| Browser | Version | Chromium-Version | abgesichert? |
|---|---|---|---|
| Google Chrome ↓ | 149.0.7827.156 | 149.0.7827.156 | 🟢 |
| Brave ↓ | 1.91.175 | 149.0.7827.155 | 🟢 |
| Microsoft Edge | 149.0.4022.69 | 149.0.7827.115 | 🟡 |
| Opera One ↓ | 132.0.5905.73 | 148.0.7778.254 (ESC) * | 🟠 |
| Vivaldi ↓ | 8.0.4033.50 | 148.0.7778.267 (ESC) ** | 🟢 |
* enthält Fix für die 0-Day-Lücke CVE-2026-11645
** enthält Sicherheits-Updates bis 149.0.7827.156