Was haben so unterschiedliche Autos wie Hyundai Venue, Chevrolet Corvette, Mitsubishi Mirage, Porsche 911 und Honda CR-V Hybrid gemeinsam? Sie bilden die Gruppe der tödlichsten Autos. Genauer gesagt: Mit diesen fünf Autos ist das Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, bei dem Fahrzeuginsassen sterben, statistisch gesehen am höchsten. Konkret
Iseecars betont: “Die meisten dieser Fahrzeuge erhielten hervorragende Sicherheitsbewertungen und schnitten bei Crashtests des IIHS und der NHTSA gut ab, es handelt sich also nicht um ein Problem der Fahrzeugkonstruktion. Die Modelle auf dieser Liste spiegeln wahrscheinlich eine Kombination aus Fahrerverhalten und Fahrbedingungen wider, die zu vermehrten Unfällen und Todesfällen führt.“
Karl Brauer, iSeeCars Executive Analyst: “Neue Autos sind sicherer als je zuvor. Dank fortschrittlicher Fahrwerkskonstruktion, Fahrerassistenzsystemen und einer Reihe von Airbags, die den Fahrer umgeben, bieten die heutigen Automodelle einen hervorragenden Insassenschutz. Aber diese Sicherheitsmerkmale werden durch abgelenktes Fahren und höhere Geschwindigkeiten konterkariert, was in den letzten Jahren zu steigenden Unfall- und Todesraten geführt hat.”
Große und schwere Autos bieten mehr Überlebenspotenzial
Sehr spannend ist eine weitere Beobachtung: Kompakt- und Kleinstwagen haben mit 3,6 tödlichen Unfällen pro einer Milliarde Kilometer die höchste Rate an tödlichen Unfällen nach Größe. “Fullsize-Modelle” haben mit 2,0 tödlichen Unfällen pro Milliarde Meilen dagegen die niedrigste Unfallrate nach Größe. Damit bestätigt sich leider wieder die traurige Tatsache, dass man in größeren und schweren Autos grundsätzlich sicherer unterwegs ist.

In kleinen Autos haben Insassen ein höheres Sterberisiko bei Unfällen.
ISeeCars
ISeeCars schreibt dazu: “Aufgeschlüsselt nach Fahrzeuggrößen weisen Kleinwagen die höchste Unfallrate auf, während Mittelklasse- und Oberklassefahrzeuge unter dem Durchschnitt liegen. Obwohl moderne Kleinwagen von der neuesten Technik und Sicherheitstechnologie profitieren, haben sie bei Unfällen mit einem größeren Fahrzeug immer noch einen Größen- und Gewichtsnachteil”.
Das ist eigentlich eine Binsenweisheit, doch in vielen Auto-Foren und sozialen Netzen wird dieser Vorteil großer Autos gerne wegdiskutiert. ISeeCars betont dagegen völlig zu Recht: “Es ist schwierig, die Physik zu überwinden, selbst mit hochfestem Stahl und Airbags. Wenn zwei Kleinwagen zusammenstoßen, gleichen sich die Kräfte aus, und beide Fahrzeuge halten in der Regel gut stand. Aber wenn eine kompakte Schräghecklimousine und ein ausgewachsener Pickup-Truck gleichzeitig versuchen, denselben Raum einzunehmen, verliert der kleinere Wagen immer”.
SUVs: Vorteile beim Zusammenstoß, Nachteile bei Überschlägen
Interessant ist auch die Betrachtung von SUVs. Durch ihre Größe und die höhere Sitzposition haben SUVs grundsätzlich einen natürlichen Sicherheitsvorteil, wie ISeeCars völlig richtig schreibt. Aber: Ihr höherer Schwerpunkt bedeutet jedoch, dass ein Überschlag wahrscheinlicher ist, und wenn sich ein Fahrzeug überschlägt, erhöht sich das Risiko eines tödlichen Unfalls erheblich. Das gilt auch für die Mercedes-Benz G-Klasse, die ein doppelt so großes Todes-Risiko wie der durchschnittliche Geländewagen hat.

SUVs mit dem höchsten Sterberisiko
ISeeCars
ISeeCars schreibt dazu: “Wenn Sie in einem kleineren oder niedrigeren Fahrzeug sitzen, sind Sie wahrscheinlich im Nachteil, wenn Sie mit einem SUV kollidieren. Wie die Liste jedoch bestätigt, haben viele SUVs eine überdurchschnittlich hohe Rate an tödlichen Unfällen, so dass man sie nicht als garantierte Lösung für die Fahrzeugsicherheit ansehen sollte.”
Eine wichtige Lehre (die eigentlich selbstverständlich sein sollte, doch der Alltag auf Deutschlands Straßen beweist das Gegenteil): “Größe, Gewicht und Höhe eines Fahrzeugs spielen sicherlich eine Rolle bei der Fähigkeit, die Insassen bei einem Unfall zu schützen. Aber der größte Beitrag zur Sicherheit der Insassen besteht darin, einen Unfall zu vermeiden, und der größte Faktor bei der Unfallvermeidung ist das Verhalten des Fahrers. Ein konzentrierter, aufmerksamer Fahrer, der mit erlaubter oder angemessener Geschwindigkeit fährt und nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss steht, hat die größte Chance, sicher anzukommen, unabhängig vom Fahrzeug, das er fährt.“
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