Kompetitive Online-Spiele fühlen sich schnell sehr intensiv an: Sie erfordern Zeit, Hingabe, Übung, Durchhaltevermögen und mentale Stärke. Sie müssen den Erfolg aus vielen Blickwinkeln kontrollieren – und dazu gehört auch, dass Sie sicherstellen, dass Ihr heimisches Netzwerk Ihre Leistung nicht einschränkt.
Auch der beste Online-Spieler der Welt mit einer erstklassigen Gaming-Hardware ist immer noch einem entscheidenden Engpass ausgeliefert: der Netzwerklatenz.
Bei Online-Wettkämpfen kann der Ping oder die Latenz (wie auch immer Sie es nennen wollen) einen erfolgreichen Spielzug in ein Desaster verwandeln. Sie brauchen jede Millisekunde, die Sie für Ihre Reaktionszeit und katzenartigen Reflexe bekommen können, sonst sind Ihre Gegner Ihnen gegenüber im Vorteil.
Als kompetitiver PC-Spieler weiß ich das nur zu gut. Hier sind meine besten Tipps, wie Sie die Latenzzeit in Online-Spielen verringern können, egal ob Sie ein Gelegenheitsspieler sind oder von einer eigenen Zukunft im Esport träumen.
Tipp 1: Stoppen Sie netzwerkintensive Anwendungen
Beim Zocken von Online-Spielen müssen Sie beachten, dass das jeweilige Spiel nicht die einzige Anwendung ist, die Daten sendet und empfängt. Die meisten anderen Programme auf Ihrem System – und das Betriebssystem selbst – übertragen wahrscheinlich ihre eigenen Netzwerkdaten im Hintergrund.
Natürlich nehmen viele dieser Anwendungen Ihr Netzwerk nicht komplett in Beschlag. Sie verbrauchen wahrscheinlich nur hier und da ein paar Megabyte, also kein Grund zur Sorge. Aber es gibt ein paar Apps, die besonders viele Daten beanspruchen, und Sie sollten diese vor dem Spielen beenden.
Thiago Trevisan / IDG
Zum Beispiel können Spiele-Startprogramme wie Steam, der Epic Games Store und sogar der Microsoft Store Spiele und Updates im Hintergrund herunterladen. Nichts beeinträchtigt die Leistung Ihres Netzwerks im Spiel stärker als ein aktiver Download. Suchen Sie in den Einstellungen nach einer Möglichkeit, Downloads während des Spielens zu deaktivieren.
Streaming-Dienste wie Youtube und Netflix sind ebenfalls häufige Übeltäter. Die Bereitstellung von Streaming-Videos erfordert eine Menge Daten, insbesondere wenn Sie Inhalte in 1080p oder 4K ansehen. Vielleicht möchten Sie gern ein Video im Hintergrund abspielen, aber Sie sollten wissen, dass dies Ihre Bandbreite ebenfalls belastet.
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Torrents sind der dritte häufige Grund, warum Ihr Ping bei Online-Spielen ansteigt. Vergewissern Sie sich immer, dass Sie Ihre Torrents nicht versehentlich im Hintergrund laufen lassen, wenn Sie gerade ein Online-Spiel starten.
Und natürlich sollten Sie sich auch vergewissern, dass niemand sonst im Netzwerk gerade etwas von diesen datenintensiven Dingen tut. Ihr Partner, der 4K-Episoden streamt, und Ihr Kind, das gerade Torrents herunterlädt, beeinträchtigen das Netzwerk gleichermaßen. Sie können dies mit einem richtig konfigurierten Router etwas abmildern. Mehr dazu weiter unten in Tipp 3.
Tipp 2: Testen Sie die Geschwindigkeit Ihres Netzwerks
Ping und Latenz werden in Millisekunden (ms) gemessen. Für eine optimale Performance sollte die Latenzzeit bei Online-Spielen weniger als 20 Millisekunden betragen. Das ist aufgrund der Entfernung zum Server oder Limitierungen der eigenen Netzwerkausrüstung möglicherweise aber gar nicht erreichbar.
Unter 50 Millisekunden können Sie eine nahezu optimale Leistung erzielen, während 100 Millisekunden ungefähr die Grenze der Spielbarkeit darstellen. Bei mehr als 100 Millisekunden werden Verzögerungen und Paketverluste immer wahrscheinlicher. Und genau diese Probleme beeinträchtigen das Spielgeschehen auf dem Bildschirm.
Mit leicht verfügbaren Internet-Geschwindigkeitstests können Sie schnell, einfach und kostenlos Ihre Download- und Upload-Geschwindigkeiten testen und dabei auch Ihren Ping und die Latenz zum Testserver ermitteln. So können Sie sich einen Anhaltspunkt verschaffen, bevor Sie Anpassungen an Ihrem Heimnetzwerk vornehmen.
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Wenn Sie über eine WLAN-Verbindung spielen, sollten Sie sich an die 5-GHz-Bänder halten und nicht an die 2,4-GHz-Bänder. 5 Gigahertz ist im Allgemeinen schneller und hat weniger Störungen. Wenn Sie schon einen Router mit 6 GHz bekommen können, ist das sogar noch besser. Möglicherweise müssen Sie 5 Gigahertz manuell für Ihren Router aktivieren, also stellen Sie sicher, dass die Funktion eingeschaltet ist und Sie jederzeit mit dem 5-Gigabit-Netzwerk verbunden sind.
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Ihr Router verfügt möglicherweise auch über eine Einstellung namens
Darüber hinaus können Sie Geräten mit kabelgebundenen Verbindungen Vorrang vor drahtlosen Verbindungen geben, um die beste Latenzzeit zu gewährleisten. In Tipp 6 erfahren Sie, warum Sie lieber eine kabelgebundene Verbindung anstelle einer WLAN-Verbindung nutzen sollten.
Einige Gaming-Router verfügen außerdem über “Gaming-Modi”, die all dies automatisch für Sie erledigen. Dadurch können Sie die Netzwerklatenz optimieren, ohne selbst ein Experte zu sein. Die Spielmodi finden Sie in der Regel in der Admin-Oberfläche des Routers.
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Ihr Gaming-Rechner kann seine Vorteile nicht ausspielen, wenn Ihr Netzwerk nicht stabil läuft.
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Wenn Sie bereits über ein gutes Netzwerk-Routing verfügen, werden diese Art von Diensten wahrscheinlich nicht viel für Sie tun können. Sie sind vor allem für Extremsituationen gedacht, wenn Sie beispielsweise in einer abgelegenen Gegend mit unterentwickeltem Breitbandnetzwerk leben. Ihre Erfahrungen können daher entsprechend variieren.
Tipp 5: Verbessern Sie Ihr WLAN-Netzwerk
Die WLAN-Leistung hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Mit dem , können Sie Interferenzen und Überlastungen verringern.
Wenn Sie hingegen Ihren aktuellen Router in Betracht ziehen.
Allerdings müssen Sie dafür einen Kompromiss eingehen: Im Austausch für eine stabilere Verbindung müssen Sie möglicherweise mit einer etwas höheren Latenz rechnen. Das kann sich aber lohnen, wenn Ihr Ping aufgrund eines schlechten Signals ohnehin ständig ansteigt.
Tipp 6: Verwenden Sie eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung
Ich bin zwar ein großer Fan von WLAN im Alltag, weil es so praktisch ist. Aber es hat auch seine Schwächen – und wenn Sie bei Ihren kompetitiven Spielen jedes Quäntchen Netzwerkleistung benötigen, dann sollten Sie die Verwendung von WLAN beim Online-Gaming auf PC oder Konsole noch einmal grundlegend überdenken.
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Der Wechsel zu einer kabelgebundenen Ethernet-Verbindung ist der beste Weg, um mögliche Probleme mit dem WLAN zu vermeiden und gleichzeitig schnellere Internetgeschwindigkeiten zu erhalten. Außerdem ist diese Methode deutlich billiger als ein teurer drahtloser Gaming-Router.
Mit einer LAN-Verbindung müssen Sie sich keine Gedanken über Signalabbrüche oder Störungen durch andere kabellose Geräte machen. Natürlich gibt es auch Kabelinterferenzen, aber die sind weitaus seltener und können mit hochwertigen Ethernet-Kabeln umgangen werden.
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Noch wichtiger ist, dass LAN in den meisten Fällen schneller ist als WLAN. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kann ein CAT 8-Ethernetkabel theoretisch bis zu 40 Gigabit pro Sekunde liefern, während Wi-Fi 6 theoretisch nur bis zu 9,6 Gigabit pro Sekunde liefern kann. In der Praxis werden WLAN-Übertragungen nur selten auch mit maximaler Geschwindigkeit durchgeführt; LAN-Verbindungen sind zudem deutlich stabiler.
Tipp: verfügen sogar über einen dedizierten 10 Gigabit-LAN-Port mit einer “Game Boost”-Funktion, die Ihrer Gaming-Verbindung Priorität einräumt und für schnellste Geschwindigkeiten und minimale Latenzzeiten sorgt, insbesondere bei hohem Netzwerkverkehr.
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