Linux gibt es in unzähligen Variationen. Die Gründe dafür sollen hier keine Rolle spielen. Wir machen uns aber diese Vielfalt zunutze und wählen die Systeme aus, die optisch Windows am nächsten kommen.
Dies sind:
- und
Wubuntu: Sieht Windows unverschämt ähnlich

Das Startmenü von Wubuntu erinnert stark an Windows 11, das Menü im Infobereich rechts unten schon weniger. Insgesamt kommt aber kein anderes Linux dem Aussehen von Windows 11 näher.
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Kein anderes Linux-System kommt dem Look von Windows 11 näher. Das liegt nicht unbedingt an passenden Icons, Hintergrundbildern oder dem Mauszeiger.
Herzstück der Maskerade von und Windows endet jedoch immer dann, wenn man ein Programm startet oder ein tiefergehendes Systemmenü öffnet. Das gilt auch für die Systemeinstellungen von etwas zu bunt, aber durchaus brauchbar.
Auffällig sind die Verknüpfungen zu Microsoft Online-Office unter „All apps“ im Startmenü. Diese haben in unserem Test aber alle nicht funktioniert. Das ist nicht weiter schlimm. Online-Office lässt sich auch unter vorhanden ist.
Auch an vielen anderen Stellen hat
Windows-Programme starten: installiert. Damit lassen sich EXE-Dateien, also Windows-Programme, auch unter Linux starten. Dies funktioniert allerdings nur mit wenigen, meist älteren und nicht allzu komplexen Programmen.
Voraussetzungen: Die Systemanforderungen für , für das es bis April 2027 Updates geben wird. Als Desktop kommt KDE Plasma zum Einsatz, das sich auch unabhängig von der Windows-Maskerade sehr genau konfigurieren lässt.
Nachteile: kaum verbreitet. Dementsprechend gibt es nur eine kleine Community, die bei Problemen helfen kann.
Die Pro-Version verspricht eine weitere Annäherung an die Windows-Oberfläche und verleitet so zum Kauf. Deren Gegenwert ist aus unserer Sicht gering. Störend sind auch die wiederholten Fehlermeldungen bei Programmstarts oder bei der Systemkonfiguration. Diese traten in unserem Test so häufig auf, dass wir testen, ohne dass es Änderungen am PC vornimmt.

Der Systemmonitor von Wubuntu sieht gut aus, ist aber nicht der Verdienst des Wubuntu-Entwicklers. Das Tool ist Teil des Linux-Desktops KDE, den Wubuntu verwendet, der aber auch auf anderen Linux-Systemen zum Einsatz kommt.
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Eine Installation auf die Festplatte erfolgt über das Desktop-Icon „Install System“. Der Installationsassistent ist deutschsprachig. Sollte auf dem PC bereits Windows installiert sein, wird dies in der Regel erkannt und ausprobieren. Die Bedienung wird durch die Maskerade allerdings kaum einfacher. Spätestens wenn Probleme auftreten, muss man sich mit dem Linux-System auseinandersetzen.
Das gelingt umso besser, je größer die Linux-Community hinter einem System ist. Bei oder ist eher ein Spaßprojekt für Leute, die sich schon ein wenig mit Linux auskennen, aber Lust auf einen Windows-Look haben.
Zorin-OS: Schönes Linux mit Windows-Startmenü

Mit dem Tool Zorin Appearance kann das Aussehen des Startmenüs einfach verändert werden. In der kostenlosen Version Zorin-OS Core steht auch ein Menü im Stil von Windows 10 zur Verfügung.
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Das Linux-System . Im Programm „Zorin Appearance“ lassen sich Menüstile auswählen, die an Windows 10, Windows 11 oder Mac-OS erinnern.
In der kostenlosen Version von keine weitere Ähnlichkeit mit Windows an, sondern versucht, eine einfache und schlüssige Benutzerführung zu bieten. Dies gelingt dem System gut. Auch Umsteiger dürften sich schnell zurechtfinden. Die Auswahl der vorinstallierten Software ist gut.
Was in der kostenlosen 17.2 ist in drei Versionen erhältlich. Das kostenlose Zorin-OS Core ist für alle aktuellen PCs geeignet. Zorin-OS Lite soll auch auf Rechnern laufen, die bis zu 15 Jahre alt sind. Und Zorin-OS Pro, das vor allem Installationsunterstützung bietet.
Vorteile: . Es startet ein Assistent, in dem Sie zunächst die Sprache auf Deutsch umstellen können. Danach haben Sie die Wahl zwischen „Zorin-OS ausprobieren“, um ein Livesystem zu starten, und „Zorin-OS installieren“.
Wenn Sie die Installationsoption wählen, können Sie die Voreinstellungen des Assistenten übernehmen. Bei „Installationsart“ meldet das System, ob es ein bereits installiertes Windows erkannt hat, und fragt, ob es parallel installiert werden soll.
Ist die Festplatte leer, meldet spricht nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Windows-Startmenü, wir empfinden eignet sich besonders für Umsteiger. Das liegt weniger am Startmenü, das dem von Windows 10 ähnelt. Es liegt vielmehr an der sorgfältigen Ausstattung mit ausreichend Software und guten Tools zur Systemverwaltung. Diese lernt man gleich nach der Installation kennen, wenn der Begrüßungsassistent einen durch die ersten Schritte der Systemeinrichtung führt.
Kaum etwas erinnert (zunächst) an Windows, aber fast alles ist für Technikinteressierte verständlich gestaltet und sinnvoll geordnet.
Damit auch nutzt wie bietet gut gemachte Werkzeuge zur Systemverwaltung, eine umfangreiche Software-Zusammenstellung und eine passable Unterstützung für Hardware-Treiber und Medien-Codecs. Das System läuft zuverlässig und es gibt eine große Community, die bei Problemen hilft.
Nachteile: Um den Windows-Look zu erhalten, muss man selbst Hand anlegen.
Hinweise zur Installation: Wenn Sie wie Windows 10 aussehen zu lassen, benötigen Sie unter anderem ein ( aber auch so schon sehr nach Windows aus.
Bewertung: ausprobieren.
Fazit
Bei der Empfehlung für ein bestimmtes Linux sollte nicht nur die Optik eines Systems berücksichtigt werden – so verlockend das für Windows-Umsteiger auch sein mag.
Denn die optische Nähe zu Windows hört fast immer dann auf, wenn man etwas tiefer in das System einsteigen muss – zum Beispiel bei der weiteren Systemkonfiguration, bei der Fehlersuche oder einer Problemlösung.
Und dann ist es wichtig, dass das verwendete Linux-System einfache Werkzeuge für diese Zwecke bietet. Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Anwender. Wenn viele ein System nutzen, findet man im Internet leichter eine Lösung für sein Problem.
Bei Linux Mint ist beides der Fall: Es bietet eine große Community mit vielen Hilfeforen im Internet. Und es bietet ausgereifte Werkzeuge zur Systemkonfiguration. Deshalb ist ist ein Kuriosum. Sein Schöpfer hat sich sichtlich Mühe gegeben, dieses Linux wie Windows 11 aussehen zu lassen. Allerdings läuft das System nicht immer rund, was sich in häufigen Fehlermeldungen äußert. Wubuntu ist deshalb eher etwas für Neugierige, die etwas Ungewöhnliches sehen wollen. Als Umsteigersystem empfehlen wir es nicht.
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