
Die WOOP-Methode hilft, Hindernisse auf dem Weg zu einem (beruflichen) Ziel leichter zu meistern.
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Nicht nur der Jahreswechsel ist eine willkommene Gelegenheit, um Vorsätze zu fassen. Man kann sich schließlich immer etwas Neues vornehmen. Aber ganz unabhängig vom Zeitpunkt ist das Ergebnis häufig gleich: Nach kurzer Zeit werden die guten hat sich über viele Jahre intensiv mit Fragen wie “Wie erreiche ich meine Ziele” und “Wie schaffe ich es, motiviert bei der Sache zu bleiben?” auseinandergesetzt. Besonders interessiert hat sie dabei die Fragestellung, was Menschen davon abhält, ihre sogar hinderlich sein. Einen Hinweis darauf fand Oettingen in einer Studie mit Frauen, die ihr Gewicht reduzieren wollten. Dabei zeigte sich, dass gerade diejenigen Frauen, die sich ihr neues Leben mit weniger Kilos besonders schön und erstrebenswert vorgestellt hatten, am wenigsten abnahmen.
Die Hochschullehrerin erklärt das damit, dass wir uns durch unsere umsetzen. Der erste Schritt der WOOP-Strategie besteht also darin, ein möglichst klares Ziel zu formulieren. Das muss übrigens gar keine weltbewegende Angelegenheit sein. Wenn Sie sich vornehmen, fortan zweimal wöchentlich eine halbe Stunde spazieren gehen zu wollen, ist das ein ebenso gutes Ziel, wie das Vorhaben, bis zum nächsten Sommerurlaub die Landessprache halbwegs fließend sprechen zu können.
2. Outcome
Wie bereits erwähnt, kann es schwierig sein, wenn man sich Ziele zu euphorisch ausmalt. Das soll aber nicht bedeuten, dass es verboten ist zu träumen. Im Gegenteil. Die Psychologin weist darauf hin, dass es durchaus Vorteile hat, sich ein Ergebnis möglichst positiv vorzustellen. Auf diese Weise wird eine offene Grundstimmung erzeugt und das Vorhaben mit einem guten Gefühl angegangen. Sich die Zukunft möglichst rosig auszumalen, kann bei einigen Menschen dazu beitragen, die Dinge entspannter anzupacken. Alles durchaus wünschenswerte Effekte. Die Gefahr liegt aber darin, dass übertriebener Optimismus lähmen kann. Wer es bei dem Schritt belässt, sich seine Zukunft möglichst positiv auszumalen, vergisst häufig den nächsten Schritt – und der ist zentral dafür, wenn wir es zum Beispiel schaffen wollen, unsere Neujahrsvorsätze einzuhalten.
3. Obstacle
Was viele nämlich vergessen, wenn sie sich ihr neues Leben vorstellen, sind die Hindernisse, die noch vor ihnen liegen. Das ist leicht nachzuvollziehen. Schließlich ist es viel schöner, von einer Zukunft zu träumen, in der man im auf die Fremdsprachenkenntnisse zu sprechen kommt – und dabei außenvorzulassen, wie viel Zeit für Vokabel- und Grammatiktraining aufgewendet werden müsste. Doch leider gehört genau das dazu. Und an dieser Stelle scheitern viele Vorhaben und Vorsätze.
Wer seine Pläne erfolgreich in die Tat umsetzen möchte, der sollte sich daher vorab möglichst detailliert Klarheit darüber verschaffen, was ihn oder sie davon abhalten könnte. Ein Blick auf bereits gescheiterte Vorhaben kann helfen, die Hindernisse zu finden, die gemeinhin der Grund für das Misslingen sind. Vielleicht entdeckt man beim Blick zurück bestimmte Gewohnheiten oder Glaubenssätze, die hinderlich sind. Einige von uns tragen Glaubenssätze aus ” – und genau das ist zentral dafür, dass wir unsere Pläne erfolgreich umsetzen können. Dieser Erkenntnis liegen die Forschungsergebnisse der Psychologin zugrunde. In ihren Studien stellte sie fest, dass diejenigen Personen am erfolgreichsten ihre Ziele umsetzen konnten, die sich im Vorfeld auch mit den Problemen und Hindernissen beschäftigt haben, die ihnen im Weg stehen. Das Hindernis beziehungsweise die Überwindung des Hindernisses liefert dann nämlich die nötige Energie und Antriebskraft, um das Vorhaben anzugehen und das zu erreichen, was man sich vorgenommen hat.
4. Plan
Man weiß nun, wie die eigene Zukunft aussehen soll und welche Hindernisse im Weg stehen. Damit ist schon einiges erreicht. Damit die WOOP-Strategie funktioniert, fehlt jedoch noch der letzte Schritt. Nämlich ein konkreter Plan, wie man das Hindernis überwinden kann. Dazu kann man sich beispielsweise überlegen, wie es gelingen könnte, alte Gewohnheiten abzulegen und durch neue zu ersetzen, die dazu beitragen, das Ziel zu erreichen.
Zum Beispiel: Statt jeden Morgen beim Warten auf den Zug oder die Straßenbahn gelangweilt durch den Instagram-Feed zu scrollen, könnte man die Zeit nutzen, indem man Vokabeln lernt oder sich ein wenig die Grammatik der zu lernenden Fremdsprache ansieht. Glücklicherweise ist auch das alles digital möglich – es gibt also keine Ausrede mehr, warum man beim Warten auf die Bahn, den Zahnarzttermin oder den Kunden nicht daran arbeitet, sein Ziel zu erreichen. (pg)
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