
Die Android-Versionshistorie ist – zumindest bis ins Jahr 2018 – mit süßen Versuchungen gepflastert.
Foto: Olezzo – shutterstock.com
Googles mobiles Betriebssystem mit Version 1.0 im Jahr 2008 – damals noch ohne aparten Codenamen mit Backwerk-Bezug. In der Smartphone-Frühzeit waren die Dinge bei Android vor allem eines: simpel.

Der Homescreen von Android 1.0 – und sein rudimentärer Webbrowser.
Foto: T-Mobile
Dennoch konnte das Google-Betriebssystem bereits mit integrierten Apps aufwarten, etwa Gmail, Google Maps, Kalender oder Youtube. Ein krasser Gegensatz zum heute gängigen (und besser aktualisierbaren) Standalone-App-Modell.
Android 1.5 Cupcake
Mit dem Release von -Alleinstellungsmerkmal entwickelte. Mit Android Version 1.5 war es außerdem erstmals möglich, auch Videoaufnahmen zu realisieren.
Android 1.6 Donut
Im Herbst 2009 erblickte Einzug. Letzteres begünstigte die folgende explosionsartige Ausbreitung von 2.0 mit dem Codenamen Eclair auf die Nutzer los – einige Monate später folgte das 2.1-Update. Das erste Smartphone, das diese Android-Version nutzte, war Motorolas Milestone. Das Smartphone wurde in den USA unter der Bezeichnung “ bilden – zumindest legte das die relativ aggressive Marketingkampagne in den USA nahe:
Bei Apple dürfte jedoch vor allem eingeführt wurde. Die revolutionärsten Elemente dieser Android-Version waren jedoch sprachgesteuerte Turn-by-Turn-Navigation und Verkehrsinformationen in Echtzeit – bis dahin nicht realisierte Features in der Smartphone-Welt. Darüber hinaus hielten mit Eclair auch Live-Hintergrundbilder sowie die erste Speech-to-Text-Funktion Einzug.

Die erste Navigations- und Diktierfunktion in Android 2.0.
Foto: Google
Android 2.2 Froyo
Mit Version 2.2 vor allem auch deshalb, weil es den um Flash-Support zu erweitern. Das war eine ganze Zeit lang ein im Jahr 2010 erstmals eine echte, “visuelle Identität” zu verleihen. Die Farbe des Android-Maskottchens breitete sich mit Android Version 2.3 über die gesamte Benutzeroberfläche aus. Der erste Schritt hin zu einer eigenständigen Designsprache.

Mit Android Gingerbread nahm die Android-Designsprache ihren Anfang.
Foto: JR Raphael | IDG
Android 3.0/3.1/3.2 Honeycomb
Die -exklusives Betriebssystem, das zum Marktstart des veröffentlicht wurde. Auch die Point-Updates 3.1 und 3.2 waren exklusiv auf die zu dieser Zeit stark gefragten -spezifischen Oberfläche schon nach kurzer Zeit wieder ausgedient – allerdings wurden mit 4.0 – Codename Ice Cream Sandwich – den offiziellen Einstiegspunkt in die neue Android-Designwelt. Veröffentlicht wurde diese Version ebenfalls im Jahr 2011 – und verfeinerte in erster Linie die mit Honeycomb eingeführten, visuellen Konzepte. Zudem vereinheitlichte Google mit dieser Android-Version sein Betriebssystem für Mobiltelefone und 4.0 wurde zudem die Steuerung über Wischbewegungen als integrale Methode etabliert, um sich zurechtzufinden – eine damals weltbewegende Neuerung. Darüber hinaus markierte Ice Cream Sandwich auch den Beginn der Umstellung des Android-Ökosystems auf ein standardisiertes Design-Framework, auch bekannt als “-Versionen und die Jahre 2012 und 2013. Dabei wurde das frische Fundament von Ice Cream Sandwich mit Bedacht, aber zielstrebig weiter optimiert und ausgebaut. Ergebnis war ein Android-Betriebssystem, das mit neuem Schwung und Glanz zunehmend auch Mobile-Durchschnittsbenutzer begeistern konnte.
Abgesehen von der Optik brachte Jelly Bean auch einen ersten Vorgeschmack auf Google Now (das leider inzwischen zu einem zweitklassigen Newsfeed Jelly Bean Einzug hielten, waren unter anderem ein erweitertes (sprachbasiertes) Suchsystem und Multi-User-Support. Letzteres stand allerdings nur auf zu einem Ende. KitKat brachte Ende 2013 frischere, hellere Farben für Googles Betriebssystem und sorgte damit für eine umfassende, optische Modernisierung. Premiere feierte mit Android 4.4 außerdem das allseits bekannte “OK, Google”-Freihand-Feature (das damals nur funktionierte, wenn der Startbildschirm oder die Google-App bereits geöffnet war).

Der Kitkat-Homescreen und das dedizierte Google-Now-Panel.
Foto: JR Raphael | IDG
Die Nutzer von Google-eigenen (Nexus-)Smartphones durften sich zudem erstmals an einem Startbildschirm-Panel erfreuen, das exklusiv für Google-Dienste reserviert war.
Android 5.0/5.1 Lollipop
Mit Lollipop führte Google im Herbst 2014 den bis heute gültigen ein, der sich nicht nur auf das Betriebssystem selbst, sondern auch auf Apps und andere Google-Produkte auswirkte. Das kartenbasierte User Interface, das bislang punktuell in Android eingesetzt wurde, wurde mit Android 5.0 zum zentralen Designaspekt.
Davon abgesehen, brachte ein, die in weiten Teilen erst mit der -Version, die mehr wie ein Point-Update wirkte. Allerdings setzte Marshmallow den Startpunkt dafür, dass Google jährlich eine große neue Android-Version veröffentlicht.

Android Marshmallow und “Now on Tap” (RIP).
Foto: JR Raphael | IDG
Das auffälligste Marshmallow-Feature war die vielversprechende Bildschirmsuchfunktion “Now On Tap” – die leider nie weiterentwickelt und 2016 still und heimlich beerdigt wurde. -Versionen mit dem Codenamen Nougat wurden 2016 veröffentlicht und ergänzten Googles Mobile OS um einen nativen Split-Screen-Modus, ein neues System, um Benachrichtigungen zu managen, und eine Data-Saver-Funktion. Darüber hinaus hatte Android 7.0 bis 7.1 auch einige kleinere, aber dennoch wichtige Features an Bord – beispielsweise einen Nougat war jedoch die Möglichkeit, den Google Assistant zu integrieren, der etwa zwei Monate nach dem Nougat-Debüt (zusammen mit Google -Komponente (und den meisten anderen Google-Produkten).
Android 8.0/8.1 Oreo
Mit Version 8.0 und 8.1 – veröffentlicht im Jahr 2017 unter dem Codenamen Oreo – erhielt -Version auch ein Versuch von Google, Android und Chrome OS -Apps auf Chromebooks zu optimieren. Davon abgesehen war Android 8 auch vom ehrgeizigen Bestreben geprägt, mit “-Quellcode zu schaffen. Die Hoffnung: Es den Geräteherstellern einfacher zu machen, zeitnah Software-Updates bereitzustellen.

Android Oreo erweiterte Googles mobiles Betriebssystem um diverse bedeutende Funktionen.
Foto: JR Raphael | IDG
Android 9 Pie
, das die traditionellen Navigationstasten mit einem großen, multifunktionalen “Home Button” ersetzte.

Alles neu machte Android 9 – zumindest in Sachen Bedienung.
Foto: JR Raphael | IDG
10 war die erste Version, die 10 darüber hinaus an Bord hatte, gehörten ein aktualisiertes App-Berechtigungssystem mit tioefergehenden Kontrollmöglichkeiten, eine “Darkmode”-Option, ein Fokusmodus sowie die Möglichkeit, abzuspielende Mediendateien automatisch mit Untertiteln zu versehen.

Speziell in Sachen Standortdaten brachte Android 10 eine dringend nötige Nuancierung.
Foto: JR Raphael | IDG
Android Version 11
Mit : Das mit 11 erschwerte Google außerdem, dass Apps den Standort der Nutzer im Hintergrund ermitteln können und führte eine Funktion ein, die Apps automatisch Berechtigungen entzieht, wenn diese für längere Zeit nicht genutzt wurden. Auf Interface-Ebene bot Android 11 außerdem einen vereinheitlichten Media Player, eine Benachrichtigungshistorie, die Möglichkeit, alle verbundenen Geräte in einer Übersicht anzuzeigen sowie eine native Screen-Recording-Funktion.

Der neue Einheits-Media-Player in Android 11.
Foto: JR Raphael | IDG
Android Version 12
Die finale Version von im Oktober 2021. Die wesentlichen Fortschritte waren bei dieser 12 auch ein ( 13 veröffentlichte Google im August 2022 eine der bislang ungewöhnlichsten Android-Versionen: Sie ist eines der ehrgeizigsten Android-Updates überhaupt – beinhaltet gleichzeitig aber auch vornehmlich subtile Änderungen. Für das Nutzererlebnis spielte dabei auch eine tragende Rolle, auf welchem Device Android 13 installiert wurde. Für 13 ein gänzlich neues Interface-Design ein – mit dem Ziel, ein verbessertes Benutzererlebnis auf größeren Bildschirmen zu realisieren. Das schlug sich auch in einem auf Multitasking ausgelegten, aktualisierten Split-Screen-Modus und einer Taskbar im Chrome-OS-Stil nieder. Darüber hinaus schuf Android 13 auch die Vorraussetzung dafür, dass Pixel- fungieren konnten.
Mit Blick auf Smartphones war der Release von . Auch diese -Version eine Reihe wichtiger Erweiterungen für die Barrierefreiheit – etwa eine On-Demand-Lupe, verbesserten Support für Hörgeräte sowie die Möglichkeit, eingehende Nachrichten über den Kamerablitz zu visualisieren. Die Benutzer von Pixel 8 und Pixel 8 Pro durften mit Android 14 auch erstmals und exklusiv Googles KI-basierten Wallpaper Creator austesten.

Der KI-basierte Wallpaper Generator in Android 14 liefert interessante Ergebnisse.
Foto: JR Raphael | IDG
Android Version 15
Technisch betrachtet hat Google Android 15 bereits auf den hauseigenen Pixel-Geräten auf.
Mit Android 15 hält eine ganze sollen künftig pro Jahr zwei Android-Versionen erscheinen. Den ersten Teil dieses Versprechens hat Google bereits mit der Veröffentlichung von Android 16 im Juni 2025 umgesetzt.
Zu den wichtigsten neuen Funktionen von Android 16 zählen unter anderem für die Benutzeroberfläche, folgte bereits wenig später. Die finale Version des aktuellen Google Mobil-Betriebssystems wurde Mitte Juni 2026 veröffentlicht. Ein Fokus liegt bei Android 17 auf einer optimierten User Experience für faltbare Devices und Tablets, ein weiterer auf KI.
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