
Erinnerungen an Traumjobs in der Kindheit können nützlich sein, um bei Unzufriedenheit im Job ein neues Berufsbild zu entwickeln.
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Astronaut, Model, Polizist, Koch, Schuhverkäufer, Jet-Pilot, manchmal sogar eine wertvolle Hilfe, wenn es darum geht herauszufinden, warum Menschen heute beruflich unzufrieden sind. So helfen sie sogar bei der Karriereplanung.”
Wilde Kerle, traurige Realität
Traumjobs aus der Kindheit verdeutlichen oft verblüffend das Problem in der heutigen Realität: Ein braver Familienvater, der auch im Job folgsam seinem dominanten mit Vorlieben und Abneigungen. Viele Menschen verlören aber im Laufe ihres Lebens aus den unterschiedlichsten Gründen ihren eigentlichen Wesenskern, weiß die Psychologin aus ihrer Erfahrung in der Beratung von Menschen in beruflichen Umbruchsituationen. “Die Erinnerungen an frühere Traumjobs in der Kindheit geben in der Zusammenarbeit oft wertvolle Hinweise auf des Pudels sprichwörtlichen Kern: Wer bin ich eigentlich? Was macht mir wirklich Spaß, was bringt mir Erfüllung?”

Madeleine Leitner, Diplom-Psychologin: “Jeder sollte einmal ganz bewusst die Vorstellung von früheren Traumjobs mit der Realität abglichen.”
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Ursachen kennen, Veränderungen anstoßen
Dabei warnt Leitner jedoch davor, bei der Interpretation der Ideen allzu schnelle und oberflächliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Traumjobs können ganz unterschiedliche Vorstellungen und Motivationen zu Grunde liegen. Ein Pilot kann Touristen an ihr Urlaubsziel bringen und ihnen damit eine Freude machen, er kann als Kampfpilot das Böse bekämpfen oder als Kunstflieger kreative Showflüge entwickeln. Ein Förster kann etwas Gutes für Pflanzen und die Natur tun, Beute machen oder den Wald zu einem wirtschaftlichen Erfolgsmodell gestalten. Ein Arzt kann vor allem Menschen helfen wollen, aber auch Prestige und Wohlstand als Motivation sehen oder einfach nur ein perfekter Handwerker in seinem Spezialgebiet sein.
Der amerikanische Autor , verwaltende oder gestaltende Tätigkeiten könne man oftmals auch im bestehenden Job übernehmen. Es komme auf die Details an, um wieder mehr Zufriedenheit im Beruf zu finden oder mehr Erfolg zu haben. Auch wenn manche Menschen ihren Kindheitsträumen bis heute nachtrauern, seien diese selten noch wirklich relevant. Wenn sie nämlich die Vorstellung von ihren früheren Traumjobs bewusst mit der Realität abglichen, führe das nicht selten schnell zur Ernüchterung.
“Das sollte man aber wirklich einmal ganz bewusst tun”, rät Leitner. “Am schlimmsten ist es nämlich, ein Leben lang einem Traum nachzutrauern, der sich in Wirklichkeit als Albtraum erwiesen hätte.”
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