
Dieter Hawlan | shutterstock.com
Die Menschen bei Veränderungen mitzunehmen, ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben jeder Transformation. Entsprechend professionell sind die Instrumente geworden: Roadshows, Townhalls und Intranet-Kampagnen zählen heute zum Standardrepertoire größerer .
Der „ auf bestehende Strukturen, Verantwortlichkeiten und Interessen treffen.
In der Praxis zeigt sich dieses Defizit als Reibung im Arbeitsalltag. Was auf strategischer Ebene klar erscheint, muss mit dem operativen Betrieb und seinen bestehenden Routinen, Zuständigkeiten und Prioritäten in Einklang gebracht werden. Transformationen führen deshalb in der Regel zunächst zu einer reduzierten Leistungskraft der Organisation, bevor sich die neu geschaffenen Strukturen und die Leistungsstärke auf einem neuen Niveau stabilisieren. In dieser Übergangsphase entstehen Spannungen, die den Umsetzungstakt verlangsamen.
Genau hier stößt die klassische Change-Kommunikation an ihre Grenzen. Sie kann das “Warum” erklären, Akzeptanz schaffen, Orientierung bieten und motivieren. Aber sie kann kaum effektiv die Spannungen bearbeiten, die Veränderungen zwangsläufig waren.
Aus Sicht des Managements lag die Ursache zunächst auf der Hand: mangelnde Veränderungsbereitschaft der etablierten Einheit. Erst die Mediation zeigte ein anderes Bild. Niemand war gegen die Veränderung. Die eigentlichen lösen. Relevant wird Mediation erst dann, wenn die Umsetzung trotz klarer Ziele, Kommunikation und wiederholter Führungsinterventionen ins Stocken gerät.
In solchen Situationen fehlt meist nicht die nächste Ansage von oben, sondern ein strukturierter Prozess, um widersprüchliche Interessen, Rollen und Zielsysteme im Dialog mit allen Beteiligten gewinnbringend aufeinander abzustimmen. Der Grund für das Scheitern von Transformationen liegt also selten im fehlenden „Warum“, sondern meist im stockenden „Wie“. Reine Kommunikation reicht in diesen Fällen selten aus. Während die klassische Change-Kommunikation das nötige Verständnis schafft, baut die Business-Mediation die blockierenden Spannungen ab. Erst die Kombination beider Disziplinen lässt Transformationen spürbar an Fahrt gewinnen. (fm)
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