Windows-11-Anwendungen sollten ab heute schneller starten. Denn Microsoft hat mit dem Update zum heutigen das Starten von Anwendungen vor und nach der Installation des August-Updates und stellte dabei fest, dass alle Anwendungen jetzt schneller zur Verfügung stehen, wenn man sie anklickt. Windows fährt hierzu für wenige Sekunden – maximal für drei Sekunden – die Taktrate der CPU auf maximale Leistung hoch. Danach senkt Windows die CPU-Taktrate sofort wieder.
Eine derartige Vorgehensweise ist durchaus üblich, Apple macht das bei macOS schon länger so und auch Linux greift auf diese Trickkiste zurück. Als Microsoft aber ankündigte, dass es nun ebenfalls diese Technik einsetzen will, Bislang umfasste dies aber nur Windows-Shell-Elemente wie das Startmenü, die Suche, das Benachrichtigungscenter und ähnliche Popup-Fenster. Der App-Start dagegen nutzte das Beschleunigen der CPU im Rahmen des Low Latency Profile bisher noch nicht, obwohl Microsoft das ändert sich das jetzt. Jetzt steht der kurzzeitige CPU-Boost für jeden App-Start genauso zur Verfügung wie für das Startmenü.
Im Alltag bedeutet das, dass Sie eine neu gestartete Anwendung schneller nutzen können. Das spart pro Anwendungsstart nur wenige Sekunden, doch Windows 11 fühlt sich damit insgesamt deutlich schneller an. Vor allem auf alten Rechnern oder auf PCs mit schwacher Hardware sollten Sie die Beschleunigung spüren, wohingegen bei ohnehin leistungsstarken Rechnern vermutlich kaum etwas davon zu spüren sein wird.
Microsoft schaltet Low Latency Profile nach und nach für alle Windows-11-Rechner frei.
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen erhältlich.
So prüfen Sie, ob Low Latency Profile aktiv ist
Es gibt in Windows keine Anzeige, die signalisiert, dass Low Latency Profile aktiv ist. Zwar besitzt der Task Manager von Windows eine Anzeige der CPU-Leistung, doch diese reagiert zu langsam, um die kurzen Leistungsanstiege durch das Low Latency Profile korrekt anzuzeigen.
Sie können aber das kostenlose Tool . Installieren Sie die Freeware, starten Sie das Programm und wählen Sie “Full mode” und klicken Sie danach auf “Start”. Positionieren Sie das HWiNFO-Sensorfenster so, dass Sie es immer sehen. Darin verfolgen Sie dann, was die CPU tut, sobald Sie einige typische Aktionen ausführen, die durch das Low Latency Profile beschleunigt werden sollen. Windowslatest nennt die folgenden Beispiele:
- Drücken Sie die Windows-Taste, um das Startmenü zu öffnen.
- Klicken Sie auf die Suchleiste in der Taskleiste.
- Klicken Sie auf den Zeit-/Datumsbereich oder das Netzwerksymbol, um das Info-Center zu öffnen.
HWiNFO sollte nun einen Anstieg der CPU-Taktrate bis auf den maximalen Wert anzeigen, sobald die entsprechende Aktion ausgeführt wird. Und nach spätestens drei Sekunden die Taktrate wieder deutlich herunterfahren. Ist das der Fall, dann ist das Low Latency Profile auf Ihrem Rechner aktiv.
Zeigt HWiNFO dagegen nur einen leichten Anstieg der CPU-Taktrate, dann arbeitet das Low Latency Profile noch nicht. Mit den Standardmöglichkeiten von Windows können Sie das nicht ändern; Sie müssen dann warten, bis Microsoft diese Funktion für Ihren Rechner freischaltet. Nur wenn Sie das Vivetool (. Wie Sie das ViVeTool installieren und nutzen, erklären wir in diesem Ratgeber: Versteckte Windows-Funktionen vorab freischalten mit diesem Tool.
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