Kaum ist die Aufregung rund um DLSS 4 und die berüchtigten “Fake Frames” vorbei, kündigt Nvidia bereits die nächste Version an. Auf ihrer hauseigenen GPU Technology Conference in Kalifornien stellte Nvidia gestern feierlich DLSS 5 vor.
Dessen Hauptfeature ist das „3D-Guided Neural Rendering“. Und nach der kurzen Präsentation von CEO Jensen Huang während der Keynote zu urteilen, scheint es sich um eine Art „KI“-Filter zu handeln. Die neue Generation von Dynamic Learning Super-Sampling wird das mit sich bringen, was das Unternehmen als „die Kluft zwischen Rendering und Realität“ bezeichnet.
DLSS 5 nimmt die Farb- und Bewegungsvektoren eines Spiels für jeden Frame als Eingabe und nutzt ein KI-Modell, um die Szene mit fotorealistischer Beleuchtung und Materialien zu versehen, die an den ursprünglichen 3D-Inhalt angelehnt sind und von Frame zu Frame konsistent bleiben. DLSS 5 läuft in Echtzeit mit einer Auflösung von bis zu 4K und sorgt so für flüssiges, interaktives Gameplay.
Nvidia bezeichnet das neue System als „den GPT-Moment für die Grafik“ und vergleicht es mit vorgerenderten Hollywood-Kinoeffekten. Das Unternehmen erklärt, dass das System Details für das Subsurface Scattering auf der Haut, Lichteffekte auf Stoffen und Haaren sowie andere komplexe Effekte hinzufügt, während „die Struktur und Semantik der ursprünglichen Szene erhalten bleiben“.
Kritik aus der Gaming-Szene
Zeitgleich veröffentlichte Nvidia einen Trailer zu DLSS 5 auf Youtube. Die Reaktionen dazu fallen, gelinde gesagt, gemischt aus. Viele Kommentare kritisieren die Optik der Charaktere, die sich nach dem Umschalten auf DLSS 5 stark verändert.
Am Beispiel von Resident Evil: Requiem merkt man, dass vor allem die Protagonistin Grace Ashcroft wie ausgewechselt wirkt. Zudem ignoriert DLSS5, zumindest im gezeigten Material, die individuellen Lichtverhältnisse der Szene und leuchtet alle Charaktere gleich stark von vorn aus, was sehr unnatürlich wirkt. Viele fürchten, dass dadurch die kreativen Entscheidungen der Entwickler verloren gehen könnten.
Aktuell sieht es so aus, als würden Spiele, die DLSS 5 3D-Guided Neural Rendering unterstützen, einen generativen KI-Bildfilter in Echtzeit auf die Grafikausgabe des Spiels anwenden. Ungefähr so, als würde man einem KI-Bildbearbeitungsprogramm sagen, es solle einen Screenshot “realistischer” machen. So sah das gezeigte Demovideo zumindest für uns aus.
Laut der Ankündigung wird DLSS diesen Herbst erscheinen, mit Spielunterstützung für AION 2, Assassin’s Creed Shadows, Black State, CINDER CITY, Delta Force, Hogwarts Legacy, Justice, NARAKA: BLADEPOINT, NTE: Neverness to Everness, Phantom Blade Zero, Resident Evil Requiem, Sea of Remnants, Starfield, The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered, Where Winds Meet und weiteren Titeln.
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